Neue Messungen, neue Möglichkeiten – Teil I - Dr. Joe Dispenza
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Nach Abschluss eines jeden einwöchigen Advanced Workshops fragen sich mein Team und ich immer, ob wir wirklich noch mehr Transformation, Wunder und persönlichen Wandel miterleben können. Doch vor ein paar Wochen, in Bonn/Deutschland nahmen über 1400 Menschen aus 43 Ländern (und weiteren 93 Ländern über den Live Stream) an unserem bislang außergewöhnlichsten Workshop überhaupt statt. Von Anfang an war die Gruppe insgesamt sehr fokussiert, sehr ernsthaft und bereitwillig bei der Sache. Ich persönlich hatte zudem das Gefühl, einen Großteil der Informationen besser formulieren zu können wie früher und das auch auf so vielfältige Weise wie möglich.

Was war nun so großartig an dieser Veranstaltung? Tag für Tag gaben wir den Teilnehmern viele Möglichkeiten, über sich selbst hinauszuwachsen und sich mit dem Feld zu verbinden; gleichzeitig wurde immer mehr Verständnis aufgebaut. Die Energie der Gruppe stieg beständig weiter an, bis wir am Ende der Woche einen neuen Höchststand erreichten und unsere Studenten viele mystische Erfahrungen hatten, Neues kreierten und profunde Heilungen auftraten.

Zum ersten Mal seit Herbst 2018 war auch wieder unser Team aus Neurowissenschaftlern und Forschern dabei; auch das war eine aufregende Sache. Ich wollte Gehirne während der Meditation in Echtzeit ausmessen, um neue Muster entdecken zu können, nach ähnlichen Mustern zu suchen, Trends und Konsistenzen sowie eventuelle Fortschritte bei den Studenten bzw. ihren Fähigkeiten zu erkennen. Die Ergebnisse waren so überraschend, so aufregend und so überwältigend, dass ich einen Teil davon an euch kommunizieren möchte. Warum? Weil die wissenschaftliche Methode nun endlich die Theorien und Hypothesen über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Mystischen, die ich seit Jahren versuche zu artikulieren, zusammenfügt, bestätigt und erklärt.

Was wir beobachten

Bei einer Person in einem normalen Betawellen-Zustand zeigt ein Gehirn-Scan eben Gehirnwellenmuster im Betabereich; sie werden mit kognitiven Aufgaben und der Interaktion mit der Außenwelt assoziiert. Als erstes ist nun zu beobachten, dass unsere Studenten innerhalb kürzester Zeit (manchmal in nur zehn Sekunden) vom Betawellen-Zustand in Alphawellen-Muster wechseln können, welche mit einem ruhigen, stillen Geist assoziiert werden, der sehr stark im gegenwärtigen Moment eingebunden ist. Dieses hohe Maß an bewusster Kontrolle ist von großer Bedeutung und in unserer Gemeinschaft entwickelt es sich sozusagen zu einem Trend.

Zweitens erleben wir, dass unsere Studenten beim Wechsel von Beta zu Alpha nicht nur normale, sondern sehr kohärente Alpha-Muster aufweisen. Wie Messungen von 19 Teilen des Gehirn ergeben, kommunizieren diese häufig ganz unterschiedlichen Teile miteinander und synchronisieren sich wie ein einziges Ganzes. Das heißt: Buchstäblich Milliarden von Neuronen, die das Gehirn ausmachen, arbeiten im selben Rhythmus, weisen Ordnung und Kohärenz auf. Zu Beginn unserer Arbeit hatten wir gesehen, wie bestimmte Regionen des Gehirns sich synchronisieren, doch inzwischen erleben wir etwas höchst Profundes. Die Gehirne unserer Studenten gelangen immer mehr in Superkohärenz, und die Alphamuster weisen im Gehirn höhere Energieamplituden auf. Mehr Energie im Gehirn wiederum bedeutet mehr Bewusstheit im Gehirn, und das entspricht einer höheren Bewusstseinsebene.

Viele der Studenten wechseln von diesen kohärenten Alpha-Mustern in sehr kohärente und geordnete Theta-Muster. Der Theta-Zustand wird oft mit Träumen und dem Zustand zwischen Wachsein und Schlaf assoziiert, da der Neokortex – das denkende/analytische Gehirn – in dieser Verfassung komplett unterdrückt wird. Der Neokortex ist unser Gedächtnisspeicher, der Sitz unserer Persönlichkeit; er umfasst alles, was wir gelernt und erfahren haben. Im Wesentlichen stellt er das Artefakt des autobiografischen Selbst dar. Wir könnten auch sagen, er ist der Speicher, in dem alles Bekannte abgelegt ist.

Der analytische Geist bzw. Verstand trennt das Bewusstsein vom Unterbewusstsein. Indem sie einfach ihre Aufmerksamkeit von allem Materiellen abziehen (also ihren engen, konvergenten Fokus aufgeben) und ihr Gewahrsein für den Raum um sie herum öffnen (also einen offenen, divergenten Fokus haben), können viele unserer Studenten wie von allein in den Theta-Zustand schlüpfen – und das ist ein wichtiger Punkt, denn der Sinn und Zweck des Meditierens besteht ja darin, über sich selbst hinauszugehen – seinen denkenden/analytischen Verstand, seinen Körper, die Menschen und Dinge im Leben, die Orte, an die man geht, und selbst die Zeit hinter sich zu lassen, alles Bekannte zu transzendieren, um etwas Unbekanntes zu kreieren. Das ist eine sehr günstige Ausgangslage, denn der Teil des Gehirns, der sich über unsere Sinne in diese dreidimensionale Realität einklinkt, ist unterdrückt, wodurch im Wesentlichen unserer Identität und unsere Persönlichkeit verschwinden. Genau das bedeutet es, über sich selbst hinauszugehen, das Selbst hinter sich zu lassen.

Wird der Neokortex komplett unterdrückt, geht das Gehirn in einen Thetawellen-Zustand. Im Grunde genommen ist das ein luziderer Traumzustand, wo man im Unterbewussten mehr Bewusstsein (ja sogar ein Super- oder Überbewusstsein) erlebt. Dadurch gelangen wir in das das autonome Nervensystem bzw. das Steuerzentrum des Körpers, und an diesem Punkt geschieht Magisches.

Auf den Gehirn-Scans von Bonn ist zudem zu sehen, dass durch die Erhöhung der Theta-Gehirnwellen über natürliche und normaler Zustände hinaus (und genau das ist übernatürlich) Theta zu einer Vorstufe für höhere Gamma-Gehirnmuster wird. Wird der Neokortex deaktiviert, wird, wie die Scans zeigen, das autonome Nervensystem im Limbischen System aktiv. In gewissem Sinn hat die betreffende Person dann einen profunden luziden Traum, der realer ist als unsere dreidimensionale Realität.

In Teil II dieses Beitrags werden weitere Ergebnisse vorgestellt und es geht zudem darum, was da an Magischem passiert. Bleib dabei und bleib an dieser Zukunft dran!