Lass dein vergangenes Leben in der Vergangenheit! - Dr. Joe Dispenza
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„Meditiere nicht über die Person, das Ding oder das Ereignis in der Vergangenheit, deren Gefangener bzw. Gefangene du bist – meditiere über dein zukünftiges Selbst, welches die Fesseln seiner Vergangenheit gesprengt hat.“

Wie ich festgestellt habe, reden viele Leute hauptsächlich deshalb schlecht über ihre Vergangenheit, weil ihr gegenwärtiges Leben nicht richtig gut läuft. Für die meisten Menschen ist ein Leben in der Sicherheit und Bequemlichkeit der bekannten Vergangenheit sehr viel sicherer als der Schritt in die unbekannte Zukunft. Indem wir in der Vergangenheit leben, rechtfertigen wir all die Traumata und den Verrat, die wir erlebt haben, ganz zu schweigen von der tollen Ausrede, die wir dadurch dafür haben, warum wir uns nicht verändern konnten. Doch die meisten Menschen erkennen nicht, dass wir durch solche Entschuldigungen der betreffenden Person, dem Etwas oder dem Ereignis aus der Vergangenheit unsere Kraft überlassen, und damit geben wir die Kraft und die Fähigkeit ab, uns zu verändern.

Seien wir doch einmal ehrlich: Wir alle haben Traumata, Schocks und Verrat erlebt, welche emotional stark aufgeladen sind. Je stärker wir auf jemanden oder etwas reagieren, desto mehr achten wir auf die zugrundeliegende Ursache. Passiert im Leben etwas mit einem solch starken emotionalen Quotienten, friert das Gehirn die Szene sozusagen ein, macht einen Schnappschuss von diesem Ereignis. Dieses Bild wird einem Nervenschaltkreis holografisch eingeprägt; so entsteht normalerweise eine Langzeiterinnerung. Problematisch wird es dann, wenn wir ständig innerhalb der Grenzen des Schaltkreises dieser vergangenen Erfahrung denken und fühlen. Tun wir das lange genug, wird das schließlich zu unserem Seinszustand, denn unser Denken und Fühlen macht uns zu der Person, die wir sind.

Wenn du also morgens aufwachst und gleich an deine Probleme denkst, an die Erinnerung an das Problem, dann denkst du in der Vergangenheit. Denn jede Erinnerung ist mit einer Emotion verbunden, und sobald du diese Emotion fühlst, ist der Körper in der Vergangenheit. Gedanken sind die Sprache des Gehirns und Gefühle die Sprache des Körpers; Gehirn und Körper sind nun also komplett in der Vergangenheit. Bist du unglücklich, frustriert, traurig oder niedergeschlagen, weil du dich an deine Probleme erinnerst, kann der Körper nicht zwischen einem Ereignis im wirklichen Leben und der Erinnerung unterscheiden, die diese Emotionen hervorruft. Sind deine Gedanken von solchen negativen Emotionen getrieben und du kannst nicht über deine Gefühle hinausdenken, dann denkst du in der Vergangenheit. Deine Gefühle werden zu deiner Art zu denken, und dadurch erzeugst du immer mehr von deiner Vergangenheit.

Dann fragen dich die Leute womöglich: „Warum hast du dich denn nicht geändert? Warum bist du denn so traurig?“ Und du antwortest: „Ich bin halt so, und zwar wegen dieser Person oder jenem Ereignis.“ Sagst du solche Dinge, wirst du zu einem Opfer deines Lebens, denn unbewusst sagst du dadurch aus, dass eine Person, etwas oder ein Ereignis dein Denken und Fühlen kontrolliert. Gedanken und Gefühle erschaffen unsere Realität; somit bestätigst du also immer wieder dieselbe Realität und erschaffst sie immer wieder von Neuem. Doch wie können wir aus diesem Kreislauf ausbrechen?

Wie schon gesagt, der Hauptgrund dafür, dass wir uns in all diesen Emotionen suhlen, besteht darin, dass unser derzeitiges Leben nicht gut läuft. Und wenn unser Leben nicht funktioniert, dann fühlen wir höchstwahrscheinlich ähnliche Emotionen wie in der Vergangenheit, und das Gehirn erinnert sich an das stärkste Ereignis bzw. die stärksten Ereignisse, die in der Vergangenheit diese Emotionen überhaupt erst haben entstehen lassen. Dann neigen wir dazu, über die Geschehnisse, die diesen spezifischen Emotionen entsprechen, zu reden und Geschichten darum zu spinnen. Die Menschen kehren nur dann in ihre Vergangenheit zurück, analysieren sie und fühlen diese alten Emotionen, wenn ihr Leben nicht rund läuft. Wenn das Leben dagegen gut läuft, hast du mit deiner Vergangenheit kein Problem, denn du steckst nicht in diesem emotionalen Kreislauf fest. Um an diesen Punkt zu kommen, musst du weit genug über dich hinauswachsen, um von diesem Etwas loszukommen und es in Nichts zu verwandeln. Ich kann aus Erfahrung sagen: Auch ich habe in meinem Leben Verrat und Traumata erlebt, doch nichts davon ist im gegenwärtigen Moment von Bedeutung, wenn in meinem Leben alles gut läuft. Ohne diese Erfahrungen wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin.

Kommst du an den Punkt, an dem du dein Leben liebst und auch die Person, die du bist, dann ist nichts aus der Vergangenheit mehr von Bedeutung, und wenn doch, dann bringt es dich dazu, der Mensch zu sein, der du heute bist.

So, nun noch ein paar praktische Tipps, die dir helfen, dich von der Vergangenheit zu befreien:

  • Schreib deine negativen Gedanken, Verhaltensweisen, Sprachmuster und Emotionen auf, mit denen du nicht mehr leben willst. Schau sie dir jeden Tag an, so lange, bis sie dir so vertraut sind, dass du merkst, wenn du ins Unbewusstsein verfällst, und das verhindern kannst. Damit verlässt du das Bekannte und tust den Schritt ins Unbekannte.
  • Schreib die neuen Gedanken auf (das Unbekannte), die du im Gehirn aktivieren und vernetzen willst, und nimm dir jeden Tag ein wenig Zeit, mit sie voller Aufmerksamkeit und Intention im Gehirn bewusst zu aktivieren und zu vernetzen, bis sie dir bekannter und vertrauter sind.
  • Übe jeden Tag die Verhaltensweisen ein, die du in deinem Leben an den Tag legen willst. Das heißt: Du schließt die Augen, entspannst dich und beginnst, die neurologische Hardware zu installieren, die dem entspricht, wie du im Laufe des Tag sein willst. Damit bereitest du dein Gehirn auf die Zukunft vor, anstatt in der Vergangenheit zu leben.
  • Bring deinem Körper bei jeder Meditation auf der emotionalen Ebene bei, wie sich deine Zukunft anfühlen wird – und steh erst auf, wenn du wie diese Person fühlst. Tust du das beständig, wird deine Vergangenheit von dir abfallen.

Das Fazit lautet also: Tu die Arbeit jeden Tag und zwar mit Leidenschaft. Meditiere nicht über die Person, das Ding oder das Ereignis in der Vergangenheit, deren Gefangener bzw. Gefangene du bist – meditiere über dein zukünftiges Selbst, welches die Fesseln seiner Vergangenheit gesprengt hat. Tust du das lange genug, wirst du in deinem neuen Leben im gegenwärtigen Moment als dein zukünftiges Ich aufwachen. Dann ist deine Vergangenheit ein für alle Mal deine Vergangenheit – und du wirst ihr dankbar sein, denn sie hat dich zum kostbaren gegenwärtigen Moment geführt.