Jahresrückblick: Ein Interview mit Dr. Joe Dispenza (Teil II) - Dr. Joe Dispenza
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„Gelingt uns das immer besser, erschließen wir unser wahres Potential, dann werden wir meiner Meinung nach in der Welt wirklich Großes bewirken. Dann sind wir ein lebendiger Organismus, der sich um sich selbst kümmert.“ – Dr. Joe Dispenza

Interview geführt von Tim Shields.

>> Zum ersten Teil dieses Interviews

Wie hast du dich im letzten Jahr persönlich verändert?

Ich denke, das Tollste für mich ist, dass ich die Arbeit, das was wir da tun und unsere Gemeinschaft aus wunderbaren Menschen immer mehr liebe. Ich überlege ständig, wie wir unsere Kultur auf neuartige, methodische und organisierte Weise weiterentwickeln können – im Rahmen der nächsten für die Mitglieder dieser Gemeinschaft erreichbaren und akzeptablen Ebene, die sie letztendlich auch umsetzen können.

Eigentlich will ich nichts anderes machen. Ich habe weder Interesse daran, Reden zu halten und an Konferenzen teilzunehmen, noch interessiere ich mich für Veranstaltungen, wo es nur um Theorie und Philosophie geht. Ich will nicht über Geschichte reden – ich will selbst Geschichte schreiben! Deshalb fühle ich mich so sehr geehrt und inspiriert, bin ganz überwältigt und verliebt in das, was wir tun. Wir haben sehr viel Momentum und Dynamik, und fast jeden Tag wache ich in meinem Traum auf.

Du hast ja gesagt, Kinderkrankenhäuser wären ein Ort, wo man diese Arbeit tun könnte. Was siehst du sonst noch?

In Kinderkrankenhäusern haben wir die Möglichkeit, mit Kindern, die auf konventionelle Behandlungen nicht angesprochen haben, in Verbindung zu treten, mit ihnen zu arbeiten und sie zu heilen – unschuldige Kinder, die zum Beispiel unter einer genetischen Störung, einer Krankheit, die ihnen bereits im Mutterleib oder bei der Geburt mitgegeben wurde, oder unter einem Trauma bzw. einer Verletzung leiden. Schafft es unsere Gemeinschaft, die „Kohärenz-Heilung” wirklich konsistent durchzuführen, gute Ergebnisse bzw. in mindesten 50 Prozent der Fälle eine Veränderung zu bewirken (also bei mindestens jeder zweiten Person), dann möchte ich auf Basis dieser Kennzahlen in bestimmten Kinderkrankenhäusern mit Ärzten zusammenarbeiten, die entsprechend aufgeschlossen sind. Ein paar Krankenhäuser haben bereits Interesse an unserer Arbeit bekundet, und ich habe fundierte Beziehungen zu einigen Forschern, unter anderem am MIT. Das ist also eine gute Möglichkeit. Wir wollen keine Gegenleistung, sondern möchten nur die Chance bekommen, andere Menschen zu heilen. Dazu müssen wir unsere Arbeit allerdings mit Konsistenz und Kompetenz tun.

Sobald die Mitglieder unserer Gemeinschaft sehen, wie so ein kleiner Mensch, ein kleiner Freund, ein kleiner Patient mit Krebs und einer Chemotherapie oder auch den Schmerzen und Belastungen eines Geburtsschadens zu kämpfen hat, dann können sie gar nicht anders als voller Liebe ihr Herz zu öffnen; und es ist die Kraft der Liebe, die Heilung bewirkt. Mit kleinen Kindern arbeiten wir nicht gegen jede Menge unterbewusster, festsitzender Programmierungen und Emotionen aus vergangenen Erfahrungen; wird die Arbeit also richtig gemacht, könnten wir tatsächlich die Zukunft kleiner Kinder verändern – und dadurch auch die Welt.

Dazu stellen wir Kennzahlen und Statistiken auf. Sobald wir über diese Statistiken verfügen, möchte ich die Arbeit in Kinderkrankenhäusern praktizieren, allerdings nicht als eine Gemeinschaft von spirituellen Menschen, die sich an Energieheilung oder Ähnlichem versuchen. Ich möchte da hingehen und sagen: Hier sind unsere Statistiken, hier sind unsere Forschungsarbeiten, und diese Ergebnisse haben wir erzielt. Wir wollen weder Geld noch Anerkennung oder Privilegien – wir wollen einfach nur helfen. So werden wir das gestalten.

Am letzten Advanced Workshop des Jahres 2018 in Cancun/Mexiko nahmen 950 Menschen teil. Das Thema des Workshops lautete: „Das menschliche Betriebssystem aufrüsten.“ Was bedeutet das?

Ganz einfach ausgedrückt kann man sagen: Solange wir in die dreidimensionale Realität unserer Sinne eingeklinkt sind, entwickeln wir uns bzw. verändern unsere Genexpression, indem wir die Bedingungen unserer Außenwelt überwinden. Steht ein Organismus vor großen Herausforderungen bzw. sehr widrigen Umständen wie Klimaveränderungen, großen Höhen, Raubtieren, Nahrungs- oder Wassermangel, einer Bevölkerungsfluktuation etc., durchläuft er einen Anpassungsprozess durch „Versuch & Irrtum“, also systematisches Ausprobieren – und der Erfolg kann bei einer bestimmten Spezies unter Umständen sehr lange auf sich warten lassen. Ein gewisser Prozentsatz der Population dieser Spezies wird dezimiert, weil er seine Umwelt nicht meistern konnte. Gleichzeit entscheidet sich ein bestimmter Prozentsatz der Population eine andere Entscheidung, passt sein Verhalten an und erzeugt dadurch eine andere Erfahrung.

Die Erfahrung erzeugt chemisches Feedback der Sinne, also chemische Informationen, die aus der Umwelt bzw. Außenwelt stammen. Über einen längeren Zeitraum können diese chemischen Informationen Gene neu programmieren. Gene produzieren ja Proteine; es werden sozusagen neue Signale an neue Gene gesandt, und die Protein-Expression des betreffenden Gens wird abgeändert. Da Proteine für die Struktur und Funktion des Körpers verantwortlich sind, kommt es zu physiologischen und strukturellen Veränderungen, die die Form und die innere Beschaffenheit des Körpers dieses Organismus verändern. Dadurch entsteht dann vielleicht ein dickeres Fell, eine bessere Tarnung, das Sehvermögen verbessert sich oder die Muskeln in den Gliedmaßen haben mehr schnell zuckende Fasern, um schneller rennen und den Raubtieren davonlaufen zu können, und so weiter. Der Organismus passt sich also aufgrund des Feedbacks aus der Außenwelt in Form chemischer Informationen an. Informationen, die von einer neuen Erfahrung durch das Feedback der Sinne herrühren, führen dazu, dass der Organismus und die zukünftigen Nachkommen unter eben diesen äußeren Bedingungen wachsen und gedeihen können. Dadurch wird sichergestellt, dass die Population dieser Spezies unter diesen neuen Bedingungen erfolgreich leben und überleben kann.

Das Problem dabei ist: Bis dieses neue Verhalten tief im Gen-Pool, bzw. einem Teil der Gemeinschaft oder Spezies verankert ist, muss man sich dieser Herausforderung unter Umständen tausende von Malen oder auch tausende von Jahren aussetzen. Es ist mit jeder Menge Ausprobieren verbunden. Es kann also Jahrhunderte oder auch Jahrtausende dauern, bis ein Gen um- bzw. neu programmiert wird.

Doch es gibt eine Alternative: Wenn wir uns mit dem Informationsfeld, das wir Quantenfeld nennen, verbinden – und ihr wisst ja, wie man mit dieser Energie und diesen Informationen interagieren kann – die Tür erst einmal offensteht und wir die Formel anwenden, können wir in der Biologie des Organismus weitere unmittelbare Veränderungen bewirken. Verstehen wir auf physiologischer Ebene, wie das geschieht, verbinden wir uns mit dieser Energie und das Gehirn verarbeitet einen neuen Strom an Informationen und eine neue Energie – Frequenzen, die Informationsträger sind. Diese Energie, diese Informationen kommen nicht aus der dreidimensionalen Realität der Materie, sondern aus dem Feld. Das Feld verändert also die Materie.

Wird dieser Prozess entmystifiziert und den Menschen die Chance gegeben, ihn anzuwenden und umzusetzen, geht es ihnen daraufhin besser – ihr System funktioniert besser und ihr Körper wechselt wieder in einen Zustand der Ganzheit und des Einsseins. Der Körper erholt sich und wird wieder gesund, denn die Signatur aus dem Quantenfeld bedeutet mehr Ordnung und Einheit. Kann das auf den Körper übertragen werden – unsere Zellen sind ja für Elektromagnetismus empfänglicher als für Chemie – werden in die Zellen bestimmte Informationen bzw. neue Anweisungen heruntergeladen, und durch diesen Informations-Download wird das menschliche Betriebssystem neu programmiert. Wie wir besprochen haben, kommt es als Nebeneffekt zu allen möglichen unmittelbaren Veränderungen, und das führt zu Heilungen, mystischen Erfahrungen, Intuition, Epiphanien, Lösungen für Probleme, die auf der Bewusstseinsebene, die das Problem geschaffen hat, nicht gelöst werden können, und so weiter.

Das Jahr 2018 ist zu Ende, das Jahr 2019 hat begonnen. Möchtest du der Gemeinschaft etwas mitteilen?

Ich möchte nur eins sagen: Wir wollen etwas erreichen! 2018 haben wir große Fortschritte gemacht und eine Menge dazugelernt, haben Großes erreicht und das Leben vieler Menschen verändert, viele Menschen an Körper, Geist und Seele geheilt. Wir sind noch nicht am Ende angekommen, sondern stehen noch ganz am Anfang. Wir haben einen Bewusstseins- bzw. Gewahrseinsschleier durchdrungen. Wir haben eine Schwelle überschritten Wenn das passiert, geschehen Veränderungen, denn jetzt handelt es sich nicht mehr lediglich um einen Fußabdruck im Quantenreich, sondern um eine Auswirkung – blinde Menschen können sehen, taube Menschen können hören, oder ein Tumor schrumpft – physische Belege dafür, dass es vor unseren Augen, in der dreidimensionalen Realität passiert. Jetzt können auch andere Menschen sich auf die Vorstellung einlassen, wenn andere das können, kann ich das auch. Und wenn greifbare Beweise in der dreidimensionalen Realität erlebt werden, dann wird es wirklich aufregend, denn solche Beweise sprechen lauter als bloße Worte.

Es ist ja so: Wenn jemand körperliche Veränderungen oder ein Wunder erlebt hat, etwas aus nichts geschaffen oder etwas Übernatürliches vollbracht hat und diese Person, wie wir merken, sich in nichts von uns unterscheidet, dann ist es wie Überschreiten der Schwelle: Es kommt zu einer Bewusstseinsveränderung und auf einmal überschreiten alle diese Schwelle. Genau darauf freue ich mich: auf die neue Normalität, den neuen Standard, zu dem alle Zugang haben, nicht nur ein paar wenige bzw. auserwählte Menschen. Denn wir alle sind Teil eines lebendigen Organismus – der Spezies Mensch – aber wir haben unser volles Potential noch nicht ausgeschöpft.

Ich bin also wirklich stolz auf unsere Gemeinschaft, ich bin stolz, auf das was wir umsetzen können, und ich bin stolz auf die „neue Normalität“, in der die Menschen erkennen dürfen, dass es egal ist, ob sie jung, alt, übergewichtig, untergewichtig, weiß, schwarz, asiatischer Herkunft, reich oder arm sind – all diese Etiketten sind unwichtig; sie alle führen auf Getrenntsein hinaus.

Gelingt uns das immer besser, erschließen wir unser wahres Potential, dann werden wir meiner Meinung nach in der Welt wirklich Großes bewirken. Dann sind wir ein lebendiger Organismus, der sich um sich selbst kümmert.