Jahresrückblick: Ein Interview mit Dr. Joe Dispenza (Teil I) - Dr. Joe Dispenza
14 Tage Rückgaberecht E-Mail Service Persönlicher Telefonservice: +49 (0) 8031 230670 Sicherer Zahlungsverkehr Login

„Wenn man auf wissenschaftlicher Ebene versteht, dass nicht Materie das Feld ausstrahlt, sondern das Feld Materie kreiert und wir durch Verändern des Feldes auch Materie verändern können – dann können wir auch verstehen, wie etwas, was medizingeschichtlich betrachtet unwiderruflich und nicht rückgängig zu machen ist, doch rückgängig gemacht werden kann.“ – Dr. Joe Dispenza

Interview geführt von Tim Shields

Du hast mit deinem Team gerade das erste Jahr mit siebentägigen Workshops zu Ende gebracht. Wie hat sich die Arbeit – von den früheren viereinhalbtägigen Workshops im Vergleich zu den einwöchigen Veranstaltungen – entwickelt?

Wir haben die Workshops nur deshalb auf sieben Tage verlängert, weil manche Teilnehmer gegen Ende der viereinhalbtägigen Veranstaltungen auf einmal wunderbare, ja wundersame transzendente Erfahrungen machten; sie erlebten mystische Momente, Heilungen an Körper und Seele und kreierten für sich wunderbare Chancen. Doch gerade als es wirklich interessant wurde, gerade als wir sozusagen Fahrt aufnahmen, war der Workshop vorbei.

Also überlegten wir: Wenn wir es den Leuten ermöglichen könnten, sich sieben Tage lang aus ihrem Leben zurückzuziehen – wenn wir ihnen viele Gelegenheiten geben würden, sich mit dem Feld zu verbinden, über sich hinauszuwachsen und mit der Formel zu arbeiten, die, wie wir inzwischen aufgrund unserer Forschungsarbeit wissen, zu signifikanten Veränderungen auf energetischer, biologischer, neurobiologischer, chemischer, hormoneller und genetischer Ebene führt, dann könnten wir weitergehen als jemals zuvor, und genau so war es. 2018 hatten wir zehn einwöchige Workshops und das, was da passiert ist, ging weit über alles hinaus, was ich mir jemals hätte vorstellen können. Ich hätte nie gedacht, dass ich noch zu Lebzeiten das erleben würde, was ich derzeit miterlebe. Ich wache in meinem Traum auf.

Das ist ja echt aufregend.

Das ist es wirklich. Und für mich ist das Aufregendste daran, dass wir eine Gemeinschaft von Menschen haben, die beginnt, die Sprache der Wissenschaft auf philosophischer, intellektueller und theoretischer Ebene zu verstehen– zu verstehen, wie wir als Schöpfer tätig sein und durch das Verändern unserer Innenwelt auch Einfluss auf unsere Außenwelt nehmen können. Diese Gemeinschaft von Menschen praktiziert das schon eine Weile, und wie wir durch unsere Forschungsarbeit wissen, ist ein Großteil unserer Gemeinschaft sehr gut darin, es wird also zu etwas ganz „Normalem“.

Wie machen sie das?

Eigentlich ist es ähnlich wie Skifahren zu lernen und das zu üben. Jedes Mal, wenn man den Berg hinunterfährt, wird einem das Skifahren vertrauter. Jedes Mal, wenn man hinunterfährt, fordert man sich also ein bisschen mehr heraus. Das Skifahren wir komplexer, eleganter, man fährt schwierigere Hänge hinunter. Dadurch sind wir gefordert, den ein oder anderen Aspekt des Skifahrens zu meistern, und genau das passiert auch auf unseren siebentägigen Workshops. Die Teilnehmer verbinden sich tiefer mit dem Feld und in Folge erlebten wir Remissionen aller möglichen Krankheiten und Beschwerden, von Krebs und Tumoren bis hin zu Parkinson, ALS, MS, Lupus, Hautproblemen und auch genetischen Störungen, um nur ein paar zu nennen. Manche dieser Probleme, die nur schwer zu diagnostizieren waren, verschwanden sogar auf der Stelle. Solche sofortigen Veränderungen bezeugen, dass unsere Studenten nicht nur die Fähigkeit entwickeln können, sich mit einer bestimmten Bewusstseinsebene zu verbinden, sondern es auch schaffen, sich mit einem Informationsfeld in Verbindung zu setzen und über diese Verbindung ein Ergebnis zu bewirken. Praktiziert man das oft genug, geht es immer einfacher und wird zu einer Fertigkeit.

Auf unseren siebentägigen Workshops haben die Teilnehmer nicht nur ihre Gesundheit dramatisch verbessert, sondern sich auch von Traumata und emotionalen Verletzungen aus ihrer Kindheit geheilt, die den betreffenden Menschen teilweise nicht einmal bewusst waren. Für viele, die das erlebt haben, transzendieren diese Heilungen und mystischen Momente die Sprache, gehen darüber hinaus. Die Teilnehmer verstehen auch die Dimensionen besser. In unserer Gemeinschaft verfügen auch immer mehr Menschen über die Fähigkeit, andere zu heilen, sie wird sozusagen zur neuen „Norma“, also zu etwas ganz Normalem. Manche aus unserer Gemeinschaft wollen lernen, etwas aus nichts zu kreieren, andere können das inzwischen sehr gut. Und das heißt, sie haben diesen Prozess so oft durchdacht, dass sie Dinge nicht mehr so wie früher machen und stattdessen die Formel anwenden. Letztendlich geht es aber bei all dem darum, den Leuten zu helfen, ihr Leben besser auf die Reihe zu bekommen.

Und was heißt das genau, das Leben besser auf die Reihe zu bekommen?

Wir haben Folgendes herausgefunden: Wenn wir den Menschen die Möglichkeit geben, dieselbe „Formel“ bzw. Vorgehensweise, die wir auf den Workshops anwenden – also sich bequem mit geschlossenen Augen hinzusetzen und sanfter Musik zu lauschen – zu nutzen, ihnen dann eine herausfordernde Aktivität präsentieren und sie diese Formel mit offenen Augen anwenden, können sie den Augenblick meistern. Und wenn sie den Augenblick meistern, dann verfallen sie nicht den Stresshormonen oder den hart verdrahteten Programmen, die über die Jahrtausende den Genen einprogrammiert wurden, unter anderem der einprogrammierten Angst.

Bei den herausfordernden Aktivitäten geben wir Bedingungen vor, unter denen unsere Teilnehmer normalerweise Angst verspüren und sich emotional selbst einschränken würden, entmutigt wären, sie gegen ihren Willen diese Stimme im Kopf hören würden, ihr Herz und ihr Gehirn aufgrund ihrer Reaktion auf eine bestimmte Situation nicht mehr in Kohärenz wären. Doch wenn sie diese Angst überwinden können, schaffen sie es auch, ihre genetischen Veranlagungen transzendieren und hinter sich lassen. Jetzt wirken wir unserer Biologie entgegen. Können wir angesichts einer herausfordernden Aktivität über diese Programmierungen, unbewussten Reaktionen und Verhaltensweisen hinauswachsen, dann schaffen wir es auch im normalen Leben, wenn solche Herausforderungen auftreten, jegliche Grenzen, Widrigkeiten oder Widerstände im Zustand einer gewissen Kohärenz zu überwinden. Doch dazu müssen wir auf eine höhere Bewusstseinseben gelangen – ein Bewusstsein des Herzens, uns also beispielsweise der Liebe hingeben, anstatt uns der Furcht zu überlassen.

Die Forschungsarbeit der letzten sieben Jahre sagt uns, dass unsere Gemeinschaft das inzwischen sehr gut kann, also wollen wir einen Schritt weitergehen. Wenn wir das zunächst auf den Workshops mit geschlossenen Augen schaffen und es dann in einer herausfordernden Aktivität mit offenen Augen tun, können wir, wenn wir in unser normales Leben zurückkehren, leichter aus dem Gefängnis ausbrechen, das wir uns selbst errichtet haben. Wenn wir nun mit solchen Herausforderungen und Widrigkeiten konfrontiert werden, dann engen wir uns nicht ein, sondern wenden eben diese Formel an und gehen so durch sie hindurch. Bei jedem Einengen bauen wir Mauern um uns herum auf; doch unsere Studenten beginnen jetzt zu verstehen, dass sie den Schlüssel zu ihrem Gefängnis selbst in den Händen halten.

Sie durchschreiten diese Barrieren und wie wir sehen, geschehen in ihrem Leben genau dann die größten Wunder. Doch letztendlich geht es bei der Arbeit darum, in der Welt bestmöglich funktionieren zu können und für uns das Leben zu kreieren, das wir uns wünschen. Die Fortschritte des Jahres 2018 machen mich also wirklich glücklich und zuversichtlich.

Sind manche der erzielten Resultate für dich ganz besonders überraschend?

Ja, ein paar schon. Erstens erleben wir bei den Kohärenz-Heilungen tiefgreifende Veränderungen bei unseren Teilnehmern auf der physischen Ebene, ohne sie zu berühren. Bei solchen Kohärenz-Heilungen lernen unsere Studenten, wie sie gemeinsam um eine Person herum, die in irgendeiner Form der Heilung bedarf, ein kohärentes Energiefeld aufbauen. Wir haben erlebt, wie dadurch Tumore verschwanden und mehr als nur ein Schlaganfallopfer seine Sinnesfunktionen und seine Bewegungsfähigkeit wiedererlangte. Auch bei der Immunregulierung und Störungen des zentralen Nervensystems konnten sehr starke Verbesserungen erzielt werden.

Sehbehinderte Menschen konnten wieder sehen oder Menschen mit Hörproblem konnten auf einmal wieder hören. Das sind Heilungen von biblischen Ausmaßen, und wenn man eine solche Heilung sieht, erlebt bzw. miterlebt oder daran teilhat, dann fühlt man sich stärker. Man glaubt daran, noch mehr erreichen zu können, und auch daran, dass noch andere Dinge möglich sind. Wir sind bei den Kohärenz-Heilungen inzwischen schon ziemlich gut, aber ich möchte unsere Gemeinschaft dazu bringen, das wirklich großartig zu machen. Das war etwas sehr Wichtiges und Denkwürdiges.

Zweitens haben wir bei den herausfordernden Aktivitäten erlebt, wie manche Menschen starke Durchbrüche erzielt haben – in Bezug auf ihre Ängste und Sorgen, aber auch bei Hypervigilanz, Depressionen oder suizidalen Tendenzen. Wenn die Leute bei diesen herausfordernden Aktivitäten verstehen, was sie tun und warum sie es tun, dann wird das „Wie“ einfacher, und dadurch konnten wirklich einige große Durchbrüche erzielt werden.

Und was ich drittens nicht erwartet hatte, war das höhere Bewusstsein, die stärkere Verbindung, Liebe und Energie, die unsere Gemeinschaft miteinander teilt. An diesem Punkt sind wir, als die Spezies Mensch, ein lebendiger Organismus, der weiß, wie er sich erhalten kann. Er weiß , wie er wachsen und gedeihen kann und er weiß, wie er sich um die lebendigen Organismen, denen es nicht gut geht, kümmern und sie heilen kann; wir kümmern uns also umeinander. In einer Gruppe von Menschen, die danach streben, eine neue „Normalität“ zu kreieren und mit Leidenschaft dabei sind, gibt es eine starke Verbindung. Ich bin so stolz auf sie, denn sie tun die Arbeit, überwinden die Angst und einschränkende Emotionen. Diese Dinge sind für mich denkwürdig.

Erinnerst du dich an eine ganz besondere Heilung?

Ja, erst vor kurzem in Brighton; bei einer Krankenschwester war aufgrund eines Schlaganfalls der Sehnerv geschädigt. Der Sehnerv führt in das Sehzentrum im hinteren Bereich des Gehirns; wenn man sich ein kreisförmiges Blickfeld wie eine Uhr vorstellt, dann konnte sie im linken unteren Viertel – also von 6 bis 9 Uhr – nichts sehen; ihr fehlte also ein Viertel ihres Sehvermögens, der Bereich, wenn sie nach unten und nach links schaute.

Die Ärzte sagten ihr, das würde sich wahrscheinlich nicht mehr ändern bzw. eher noch schlimmer werden, sie müsste also lernen, damit zu leben. Doch ein Arzt, ein Kollege von mir, sagte zu ihr: „Warum probieren Sie es nicht einmal mit der Arbeit von Joe Dispenza?“ Na, du kannst dir ja vorstellen, dass das für mich aus diversen Gründen echt aufregend war.

Diese Frau machte also den Online-Kurs, las alle meine Bücher und bereitete sich auf den Workshop in Brighton vor. Nach Abschluss einer Meditationssitzung legte sie sich hin und hörte auf einmal im Gehirn so ein Knistern, wie wenn zerknülltes Papier aus ihrem Kopf herausgezogen würde. Es war so klar, so laut und so unvertraut, also ließ sie sich darauf ein, gab sich hin. Als sie wieder zu Sinnen kam, konnte sie zu ihrem Erstaunen wieder vollständig sehen. Am Montagmorgen nach dem Workshop machte sie beim Arzt einen Sehtest. Wie diese objektiven Messungen ergaben, war ihr Sichtfeld zu 100 Prozent wiederhergestellt.

Doch das Interessanteste daran ist: Menschen, die das miterlebt haben, begannen daran zu glauben, dass so etwas möglich ist. Denn medizinisch gesehen erholt sich ein Schlaganfallpatient normallerweise innerhalb von zwei Wochen. Ist das nicht der Fall, kann man keine Veränderungen mehr erwarten. Man könnte auch sagen: Im Rahmen der normalen, konventionellen Medizin haben Nervenschäden dauerhafte Auswirkungen.

Doch wenn man auf wissenschaftlicher Ebene versteht, dass nicht Materie das Feld ausstrahlt, sondern das Feld Materie kreiert und wir durch Verändern des Feldes auch Materie verändern können – dann können wir auch verstehen, wie etwas, was medizingeschichtlich betrachtet unwiderruflich und nicht rückgängig zu machen ist, doch rückgängig gemacht werden kann. Andere Schlaganfallpatienten, die gelähmt waren und den Arm nicht mehr über den Kopf heben konnten, schafften das nach der Kohärenz-Heilung. Es passieren also große, aufregende Dinge und wir dokumentieren das, um entsprechende Messgrößen aufstellen zu können.

In Teil II diese Interviews spricht Dr. Joe darüber, wie die Arbeit ihn persönlich verändert hat, was unter einem Upgrade des menschlichen Betriebssystems zu verstehen ist in welche Richtung seine Arbeit seiner Meinung nach gehen wird. Also bleib dran!