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„Stell dir einmal vor, wie eine Armee aufgestellt wird. Wenn der Großteil der Streitkräfte im Krieg an die Westfront abgezogen wird, ist die Ostfront angreifbar, denn die Verteidigung ist nicht mehr ausgewogen. Dasselbe gilt für unser Körperinneres.“ – Dr. Joe Dispenza

Die Aufgabe des autonomen Nervensystems (d.h., des “automatischen” Nervensystems) besteht darin, die Physiologie des Körpers automatisch zu regulieren; zu diesem Zweck werden alle möglichen chemischen und elektrischen Signale an die verschiedenen Körperteile geschickt. Diese Unmengen an biologischen Funktionen, die sich um die innere Balance und Homöostase kümmern, laufen sozusagen “hinter den Kulissen” der bewussten Wahrnehmung ab.

Diese unzähligen biologischen Aktivitäten werden nicht von unserem bewussten Geist reguliert, es ist also unser Unterbewusstsein (der Geist unterhalb der Ebene des bewussten Geistes), der „den Laden am Laufen hält“. Die Vielzahl an gesundheitsrelevanten Funktionen – von der Hormonausschüttung über die Blutzuckerwerte, die Körpertemperatur und die Verdauung bis hin zum Immunsystem etc. – unterliegen alle der Kontrolle des autonomen Nervensystems.

Doch wir wollen noch einen Schritt weitergehen. Innerhalb des autonomen Nervensystems gibt es zwei Teilbereiche, die die Aufgabe haben, den Körper zu schützen: der Sympathikus und der Parasympathikus.

Der auslösende Vorfall

Wenn ein potenziell gefährlicher oder schädlicher Umstand in unserer Außenwelt auftritt, hilft uns das sympathische Nervensystem bei der Bewältigung dieser Bedrohungen (die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen und/oder interpretieren), indem es enorme Energiemengen mobilisiert, damit wir vor der unmittelbaren Bedrohung bzw. Gefahr davonlaufen, sie bekämpfen oder uns vor ihr verstecken können.

Man kann sich das sympathische Nervensystem als das Gaspedal vorstellen, das zum Beschleunigen da ist. Diese Art der Mobilisierung von Energie bewirkt, dass der Körper aus seinem normalen Gleichgewicht gerät, so dass er mit der Bedrohung fertig werden kann. Kurzfristig nutzen alle Organismen diese Adaptation, um zu überleben, aber wie wir inzwischen wissen, setzt das längere Verbleiben in diesem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft den Körper unter Stress und in großen Druck, und im Laufe der Zeit kann dies zu Krankheiten führen. Wenn wir in einem ständigen Notfallmodus leben und all unsere Energie und Ressourcen für unsere Außenwelt mobilisieren, geht das auf Kosten der Innenwelt unseres Körpers.

Die Reaktion

Wenn das sympathische Nervensystem das Gaspedal ist, dann ist der Parasympathikus sozusagen die Bremse. Wenn wir uns in der äußeren Umwelt sicher fühlen, hilft uns der Parasympathikus, „herunterzuschalten“ und uns zu entspannen, damit wir die Energie innerlich für den Stoffwechsel, die Assimilation, Ausscheidung, Fortpflanzung etc. nutzen können. Das parasympathische Nervensystem führt also Stoffwechselfunktionen aus, die das Wachstum und die Reparatur im inneren Umfeld des Körpers ermöglichen. Während sich die sympathische Reaktion mit großen, äußeren Bedrohungen wie Raubtieren, Bränden, Traumata oder Stürmen auseinandersetzt, befasst sich die parasympathische Reaktion mit Mikroben, Viren, Schimmelpilzen, mutierenden Krebszellen und anderen Faktoren im Innern des Körpers. In dieser „Abteilung“ unseres Nervensystems spielt das Immunsystem eine sehr wichtige Führungsrolle.

Die Bodentruppen

Stell dir einmal vor, wie eine Armee aufgestellt wird. Wenn der Großteil der Streitkräfte im Krieg an die Westfront abgezogen wird, ist die Ostfront angreifbar, denn die Verteidigung ist nicht mehr ausgewogen. Dasselbe gilt für unser Körperinneres.

Wenn alle Ressourcen des Körpers für einen Notfall in der äußeren Umwelt angezapft werden, ist für die Innenwelt keine Energie mehr vorhanden, um beispielsweise weiße Blutkörperchen zu bilden – das ist die innere Armee des Körpers, die Infektionen und andere Krankheiten bekämpfen soll – und zudem dafür zu sorgen, dass diese Armee richtig gut funktioniert.

Da sich der Körper in einem Ausnahmezustand befindet, schalten mit der Zeit das Immunsystem, das Verdauungssystem und das Herz-Kreislauf-System ab, weil die Energie, die deren optimale Funktion sicherstellt, auf andere Körperteile verteilt wird. Mit anderen Worten: Der Körper spart im Grunde Energie ein, was die Reaktionsfähigkeit der Immunzellen einschränkt. Diese Umverteilung der Energie verändert auch die Durchblutung von Gehirn und Herz.

Die Durchblutung wird gedrosselt, und dadurch fließt Energie vom Gehirn und Herzen ab, um das  Nebennieren-Zentrum zu versorgen. Jetzt ist die betreffende Person ständig in hoher Alarmbereitschaft und lebt eher ihre animalische Seite als ihr göttliches Wesen aus.

Die Spezialeinheiten

Das Schutzsystem für das Körperinnere, das Immunsystem, verfügt über spezielle weiße Blutkörperchen, die so genannten T-Zellen oder T-Helferzellen. Das sind sozusagen die Spezialeinheiten des Immunsystems. Jede dieser T-Zellen ist mit Rezeptoren ausgestattet. T-Zellen sehen aus wie eine Kugel mit nach außen ragenden winzigen, trompetenförmigen Rezeptoren.

Wird ein fremder Feind entdeckt – seien das nun Bakterien, Viren, Schimmelpilze, Krebszellen oder andere Feinde – werden diese Eindringlinge von den T-Zellen angegriffen; dazu docken sie sich über ihre Rezeptoren am Bakterium oder Virus an und schütten Immunglobuline (Antikörper) aus, die diesen fremden Eindringling schwächen und zerstören. Das macht unser Körper die ganze Zeit, auch während du diese Zeilen liest – sogar mit Krebszellen.

Die innere Schlacht

Was bedeutet das alles für uns? Je stärker das Immunsystem ist und je mehr Energie wir haben, desto aktiver sind diese T-Zellen damit beschäftigt, Viren bzw. Fremdkörper anzugreifen, und zwar bevor das Virus oder die Bakterien überhaupt dazu kommen, über ihre Rezeptoren die T-Zelle anzugreifen. Im Körper finden also ständig kleine Schlachten statt.

Gesunde, gut funktionierende T-Zellen setzen Proteine frei (die Bausteine des Lebens), so genannte Immunglobuline; das sind Proteine in Y-Form. Ihre Aufgabe besteht darin, jegliche Angriffe durch Bakterien, Viren etc. abzuwehren. Alle Zellen mit Ausnahme der roten Blutkörperchen stellen Proteine her.

Damit eine Zelle ein Protein herstellt, muss von außerhalb der Zelle einem Gen ein Signal geschickt bzw. das Gen reguliert werden. Sobald die Zelle das richtige Signal empfängt, stellt sie ein gesundes Protein her. T-Zellen stellen, wenn der Körper chemisch (wieder) in Balance ist, Immunglobuline her. So gewinnen „die Guten“.

Wird die Expression dieses Proteins wegen eines von außerhalb der Zelle kommenden Alarmsignals (wodurch der Sympathikus eingeschaltet wird) – beispielsweise, um Angst hervorzurufen – nicht aktiviert, zapft der Körper sämtliche Ressourcen an. Im Grunde stopft der Körper so ein Loch mit dem anderen zu. Wird alle Energie zur Abwehr einer äußeren Bedrohung bzw. Gefahr eingesetzt, steht im Innern keine Energie mehr für langfristige Aufbauprojekte zur Verfügung. Es ist eben so: Wenn ein Hurrikan auf dein Haus zurast, dann ist das nicht der richtige Zeitpunkt, das Badezimmer umzugestalten. Der Körper funktioniert ähnlich.

Jetzt müssen wir unsere sämtlichen Ressourcen für die äußere Bedrohung vorhalten, und deshalb werden diese T-Zellen-Rezeptoren herunterreguliert und stellen die Produktion der Immunglobuline ein. Dadurch sind wir anfällig für Fremdkörper und so werden wir krank.

So fängt der Krieg also an. In Teil II schreiten dann die Friedenstruppen und die Diplomaten ein. Bleib dabei!

>> Hier geht’s zu Teil II