Dreamtime: Im Traum aus dem Traum aufwachen - Dr. Joe Dispenza
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„Machst du eine Erfahrung, bei der die Sinne geschärft sind, dann ist das Gewahrsein dieser Erfahrung (egal in welcher Realität, welcher Zeit oder welchem Raum du dann gerade bist) auch geschärft und erhöht.“

„Wir alle sind in dieser Zeit, an diesem Ort nur Besucher auf der Durchreise. Unsere Aufgabe hier besteht darin zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben … und dann kehren wir nach Hause zurück.“ – Redensart der australischen Aborigines

In Cabo San Lucas, Mexiko, habe ich zum ersten Mal offiziell eine Liegemeditation vorgestellt. Sehr zur Überraschung der Teilnehmer begann sie um elf Uhr abends und dauerte bis sieben Uhr morgens. Bittet man die Leute, auf dem Boden anstatt in ihrem Bett zu schlafen, und weckt sie ständig mitten in der Nacht, dann finden sie das natürlich nicht besonders toll; anfangs gab es also gegen diese Idee durchaus Widerstand. Doch unsere Gemeinschaft der Advanced Teilnehmer stellte sich der Herausforderung.

Ich wollte mit damit den Teilnehmern zu einem Durchbruch verhelfen. Viele von ihnen machten dabei ihre erste mystische Erfahrung, manche hatten außerkörperliche Erfahrungen, bei anderen verschwanden ernsthafte chronische Schmerzen im Körper oder seit langem bestehende Krankheiten wie von Zauberhand über Nacht. Manche berichteten von luziden interdimensionalen Erfahrungen oder sahen Fraktalmuster, viele andere träumten so lebhaft wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Doch das war noch lange nicht alles; es gab auch Berichte von profunden mystischen Momenten bei offenen Augen während der Gehmeditation, auf dem Weg zum Hotelzimmer, um dort ein Nickerchen zu halten, oder nach der Rückkehr nach Hause – und genau das hatte ich gewollt. Es ging darum, die Schaltkreise zu aktivieren, die uns in die Lage versetzen zu träumen, uns an unsere Träume zu erinnern und „im Traum“ bewusster zu sein.

Dreamtime

Ich weckte die Teilnehmer drei Nächte lang so etwa alle eineinhalb Stunden auf – genau am Ende ihres Schlafzyklus – und ließ sie anhand des Kaleidoskops in Trance gehen; danach schauten sie ihre Mind Movies an. Manchmal ließ ich sie auch das Kaleidoskop anschauen und projizierte dann ein mystisches Bild auf die Leinwand, an das sie sich erinnern sollten, während das Kaleidoskop ausgeblendet wurde. Dann bat ich sie, die Augen zu schließen, und gab ihnen Suggestionen dahingehend, diese Bilder zu erleben bzw. zu diesen Bildern zu werden.

Das machten wir immer wieder – vor und zurück, Augen offen, Augen zu, vom Kaleidoskop und den Bildern zurück zur Innenwelt der Teilnehmer – halb wach und halb schlafend. Dann ließ ich sie wieder hinlegen, durch die Nase einatmen und die Luft kräftig durch den Mund wieder ausstoßen. Durch diese Art zu atmen gelangte ihr Gehirn nicht zu schnell in Deltawellenmuster und wurde zudem mit Sauerstoff aufgeladen; so blieben sie besser wach, während ihr Körper sich zunehmend entspannte und schläfrig wurde. Ich wollte die Teilnehmer sozusagen zwischen Alpha und Theta abfangen – zwischen Wachzustand und Schlaf – denn in dieser Verfassung können sie die Tür ins Unterbewusstsein durchschreiten, auf das Betriebssystem des Körpers zugreifen und dort dauerhafte Veränderungen vornehmen. Das geht am besten zwischen ein und vier Uhr morgens, wenn der Melatonin-Spiegel des Körpers Höchstwerte erreicht. Dies ist das Reich des Mystischen.

Bei dem Prozess, durch den ich die Teilnehmer jede Nacht führte, ging es nicht einfach nur darum zu träumen, sondern luzide Träume zu haben. Beim luziden Träumen ist das Bewusstsein der Träumenden so gesteigert, dass sie ihre Träume kontrollieren und steuern können. In diesem Zustand erleben wir den Traum als etwas so Reales, als ob unsere Sinne geschärft wären oder – wie ich immer sage – als ob wir ohne unsere Sinne eine ausgewachsene Sinneserfahrung hätten.
Nun überleg einmal … Machst du eine Erfahrung, bei der die Sinne geschärft sind, dann ist das Gewahrsein dieser Erfahrung (egal in welcher Realität, welcher Zeit oder welchem Raum du dann gerade bist) auch geschärft und erhöht. Man könnte also sagen: Fühlt sich die Erfahrung real an und scheint sie real zu sein, dann bist du dir dieser Realität stärker bewusst. Bei unseren Träumen entspricht die erlebte Realität jedoch nicht unserer physischen Realität – obwohl sie genauso real, wenn nicht sogar realer erscheint als die dreidimensionale Realität, in der du dich befindest, wenn du diese Zeilen liest. Da du in diesem Traumreich so bewusst bist, kannst du dort auch bewusste und zielgerichtete Entscheidungen treffen. Und wenn du das tust, bist du nicht mehr den Träumen (bzw. ihren Auswirkungen) ausgeliefert, die aus deinem Unterbewusstsein hochsteigen – du bist im Unterbewusstsein so bewusst und gewahr, dass du die Ursache deiner Träume bist. Das ist ein großer Schritt weg von der Rolle des Opfers hin zur Rolle eines Schöpfers.

Ich ließ die Teilnehmer also zwischen halbwach und halbschlafend hin- und herwechseln und ließ sie auch ihre Träume aufzeichnen, bevor sie wieder einschliefen. Durch das Erinnern der Träume in diesem veränderten Bewusstseinszustand durchlebten sie die Traumsequenz noch einmal und viele verfielen erneut in den Traum, den sie geträumt hatten. Beim erneuten Träumen brachten sie mehr Bewusstsein und Gewahrsein in diesen Traum ein und konnten ihn deshalb lenken. Man könnte sagen, sie waren jetzt in den tieferen Bereichen ihres Unterbewusstseins bewusster. Schließlich konnten viele Teilnehmer sich frei durch ihre Träume bewegen; sie waren nicht mehr der „Schauspieler“, der im Traum agierte, sondern wurden im Prinzip zum „Regisseur“ ihres Traumes. Wer das kann, erreicht eine höhere Ebene des Träumens. Und wenn du das oft genug praktizierst, kannst du, wenn du dich daran machst, eine neue Realität zu erschaffen, einen realeren Traum einer neuen Zukunft träumen. So werden wir zum Architekten unserer Träume und unserer Zukunft.

“Der Körper kann nicht zwischen einer Erfahrung und einem Gedanken unterscheiden, und somit kannst du einfach durch ein inneres Erlebnis buchstäblich deine Biologie, deine Nervenschaltkreise, deine Chemie, deine Hormone und deine Gene verändern.“

Die meisten Leute wachen morgens auf und können sich nicht an ihre Träume erinnern, weil sie auf der Stelle wieder in ihre Programmierung verfallen – all das, was sie an diesem Tag zu tun haben. Sie wechseln sofort vom Deltazustand, dem Tiefschlaf, hoch in die Betawellen des Gehirns – den Zustand, in dem wir denken und Aufgaben erledigen. Dabei haben sie keine Zeit, langsam und allmählich die Bewusstseinsleiter von Delta zu Theta und weiter zu Alpha nach Beta hochzuklettern. Ich wollte unseren Studenten genug Zeit geben, in den unterbewussten Alpha- und Theta-Zuständen zu verweilen, damit sie diejenigen Schaltkreise und Nervenbahnen aktivieren und „aufwecken“ konnten, die für das Erinnern an Träume zuständig sind. Diese Fertigkeiten üben wir vor allem aus zwei Gründen.

Erstens: Erfahrungen reichern ja das Gehirn an; das Endprodukt einer Erfahrung ist eine Emotion, und Emotionen konditionieren auf chemischer Ebene den Körper. Je realer eine profunde und luzide innere Erfahrung ist, je realer der Traum ist, desto mehr bist du in Gedanken davon überzeugt, dass das Ereignis bereits eingetreten ist, und desto mehr fühlst du dich auch, als sei es bereits eingetreten. Der Körper kann nicht zwischen einer Erfahrung und einem Gedanken unterscheiden, und somit kannst du einfach durch ein inneres Erlebnis buchstäblich deine Biologie, deine Nervenschaltkreise, deine Chemie, deine Hormone und deine Gene verändern. Wie die Wissenschaft uns bestätigt, sendet die Umwelt Signale an die Gene. Wenn ein Traum (deine innere Erfahrung) also so real wie oder sogar realer erscheint als jede Erfahrung in der Außenwelt – dann kannst du neuen Genen neue Signale schicken und dich wahrhaftig von einer Krankheit heilen. Lebst du so stark in deinen Träumen, dann hast du diese Realität sozusagen bereits erlebt (jetzt wird das Leben aufregend und spannend, denn du lebst nicht mehr so sehr im Mangel bzw. im Zustand des Getrenntseins und mehr aus dem Glauben und Wissen heraus).

Zweitens: Erlernst du das luzide Träumen, kannst du in deinem Traum aufwachen, und wenn es dann während der Meditation darum geht, deine Zukunft zu erträumen, kannst du besser träumen und deinen Traum mit mehr Einzelheiten füllen, und deine Träume (also die Träume von deiner Zukunft) sind für dich real. Du wirst immer besser darin, im Unterbewusstsein bewusst Träume zu erschaffen und zu lenken.

Stell dir vor, du würdest buchstäblich in dieser Zukunft leben – und dadurch würden sich natürlich dein Gehirn und dein Körper entsprechend deines Traumes verändern, denn es würde sich so anfühlen, als sei diese Veränderung bereits eingetreten – lenke deine Träume bewusst und passiert Magisches!

Der erste Schritt hin zu luzidem Träumen

Nach Überzeugung der australischen Aborigines ist die Traumwelt die reale Welt und diese physische Realität ist die Traumwelt. Leben und erleben wir unsere Träume luzider, stecken wir auch mehr von unserer Aufmerksamkeit und unserem Gewahrsein und damit auch unserer Energie in diese Realität. Dann erscheint uns unsere alltägliche dreidimensionale Realität immer mehr wie der eigentliche Traum, denn wir sind in der Traumwelt bewusster als in der „realen“ 3D-Welt. Stell dir vor, deine Träume sind so real, dass sie dir realer erscheinen als die Realität, in der du lebst – das ist nur ein weiterer Schritt, mit dem du einen weiteren Schleier der Illusion ablegst, die dir einredet, diese dreidimensionale Realität sei der Traum, in dem wir gefangen sind. Vielleicht ist das ja alles ein Traum in einem Traum in einem Traum, und jedes Mal, wenn wir von einem Traum aufwachen, sind wir im nächsten Traum bewusster als in dieser gegenwärtigen 3D-Realität.

Denk einmal über dieses Rätsel nach … Und hier sind noch ein paar Tipps, wie du deinen Geist im luziden Träumen trainieren kannst:

  • Übe dich darin, deinen Körper immer tiefer zu entspannen und dabei gleichzeitig geistig so lange wie möglich wach zu bleiben. Bevor du dann in den Schlaf hinübergleitest, suggerierst du dir (denn die Tür zum Unterbewusstsein steht offen), dass du dich an deine Träume erinnern kannst.
  • Schau dir vor dem Zubettgehen das Kaleidoskop an. Wenn du dann schlafengehst, richte deine Aufmerksamkeit und dein Gewahrsein auf deine Zirbeldrüse, bis du einschläfst.
  • Stell deinen Wecker auf eine Zeit zwischen ein Uhr und vier Uhr morgens. Wenn er klingelt, setz dich hin, schau für kurze Zeit das Kaleidoskop oder dein Mind Movie an und geh dann wieder ins Bett.
  • Zeichne deine Träume auf, wenn du aufwachst.

Wie sehr willst du das wirklich?

Viele Leute wollen angeblich das Mystische und das Unbekannte erleben, doch wenn es dann soweit ist, sind ihnen ihre Bequemlichkeit und ihr Schlaf doch wichtiger. Ich wollte unsere Teilnehmer an der Schwelle zwischen zwei Traumwelten verweilen lassen und ihnen dadurch ein neues Verständnis vermitteln. Wir werden diese Liegemeditation nicht bei jedem Workshop machen, doch die ganze vorherige Arbeit mit den Zirbeldrüsenmeditationen (und dem Stimulieren der Melatonin-Metaboliten) diente als Vorbereitung für die Liegemeditation, die auf dem Advanced Follow-up Workshop in Cabo San Lucas, praktiziert wurde. Auf dieser Veranstaltung das luzide Träumen zu lehren war für mich ein Risiko, doch ich denke, die Ergebnisse und Belohnungen zeigen deutlich, dass es sich gelohnt hat.

Ich verstehe vollkommen, dass du womöglich nicht unbedingt mitten in der Nacht aufwachen möchtest. Doch wenn man wirklich eine mystische Erfahrung machen will, muss dieser Wunsch manchmal stärker sein als der Wunsch, weiterschlafen zu können. Warum? Weil es wissenschaftlich erwiesen ist, dass man eine mystische Erfahrung am besten dann machen kann, wenn der Melatonin-Spiegel im Gehirn am höchsten ist; dieses Melatonin kann in sehr wirksame Metaboliten umgewandelt werden, um interdimensionale Erfahrungen zu kreieren. Mehr dazu findet sich in Kapitel 12 meines Buches Werde übernatürlich: Wie gewöhnliche Menschen das Ungewöhnliche erreichen.

 

Du hast bereits an einem Live Advanced Workshop (5 Tage, vor 2018) oder an einem Live Week Long Advanced Retreat (7 Tage, ab 2018) teilgenommen? Dann hast du die seltene Gelegenheit selbst an einem dieser ganz besonderen Workshops teilzumehmen.

Advanced Follow-Up
„Dreamtime 3: Awake in the Dream“ 

17.01. – 20.01.2019 in Berlin, Mercure MOA Hotel
(mit deutscher Übersetzung)