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„Werden wir uns unserer Wahlmöglichkeiten bewusst, neigen wir ganz automatisch dazu, eher liebevollere Entscheidungen zu treffen als etwas auszuwählen, was unsere Liebesfähigkeit einschränkt.“ – Dr. Joe Dispenza

Für uns Menschen sind Emotionen eines der mächtigsten kreativen Werkzeuge und Hilfsmittel, die wir besitzen. Und das heißt, als Schöpfer unserer eigenen Emotionen – und mit einem freien Willen – haben wir in jedem Moment die Möglichkeit uns zu entscheiden, wie wir über die Menschen, Umstände und Situationen in unserem Leben denken und fühlen, auf sie reagieren und entsprechend handeln wollen.

Seit ich meine Unterweisungen gebe, war schon immer eine der wichtigsten Lehren die Praxis der Selbstregulierung, um unsere emotionale Verfassung nach Belieben verändern zu können und zu üben, eher ein Schöpfer im Leben als ein Opfer des Lebens zu sein. Warum? Werden wir uns unserer Wahlmöglichkeiten bewusst, neigen wir ganz automatisch dazu, eher liebevollere Entscheidungen zu treffen als etwas auszuwählen, was unsere Liebesfähigkeit einschränkt. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Genau deswegen ist es ja auch eine Praxis, etwas, was wir üben müssen. Und um es darin zur Meisterschaft zu bringen, ist Herz- und Gehirnkohärenz ein wesentlicher Punkt.

 

Die Energie der Quelle oder die „erste Ursache“

Aristoteles und die alten Griechen waren unter anderem berühmt dafür, dass sie über die „erste Ursache“ disputierten. Im Wesentlichen geht es dabei um die Vorstellung, dass alles im Universum auf etwas zurückgeht; jedes „Ding“ stammt von einem anderen „Ding“ ab. Oder anders ausgedrückt: Jede Ursachenkette muss auf eine ursprüngliche Quelle zurückzuführen sein. Im zweiten Jahrtausend nach Christus war der Heilige Thomas von Aquin, ein mittelalterlicher Theologe, die Autorität für dieses Thema.

Seit Urzeiten haben Philosophen und Theologen sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Jetzt, zu Beginn des dritten Millenniums, in dem die Wissenschaft zur neuen Sprache der Mystik geworden ist, können wir diese erste Ursache als die Energie der Quelle bzw. das vereinheitlichte Feld bezeichnen. Im Kern ist diese schöpferische Energie reine Liebe, Einssein und Ganzheit. Von dieser Singularität aus – diesem Feld, mit dem alles Materielle verbunden ist – stammen wir (als individuelles Bewusstsein) ab, stiegen hinab und hinein in diese dreidimensionale Realität der Dichte und der menschlichen Körperlichkeit. Der Aspekt, der diese physische Realität vielleicht am stärksten definiert, sind unsere Sinne; über sie sind wir mit diesem Reich der Materie verbunden und können damit Erfahrungen sammeln. Wenn alles, was wir sehen, hören, riechen, schmecken und berühren können, wegfallen würde, könnten wir in dieser dreidimensionalen Realität überhaupt keine Erfahrungen machen.

Als wir von der Quelle, der reinen Liebe bzw. Singularität in diese 3D-Realität herabstiegen, erlebten wir alles in dieser Realität als etwas Getrenntes, denn genauso erleben wir Materie. Auf der langsamsten und niedrigsten Frequenz nehmen wir mit unseren Sinnen wahr, alles von Objekten bis hin zu Menschen und Orten erscheint uns in Raum und Zeit getrennt und ortsgebunden (bzw. nimmt zu einem bestimmten Zeitpunkt Raum ein). Diese Realität über die Sinne zu erfahren, bedeutet also: „Ich bin hier und du bist dort – und dazwischen ist die Weite des Raumes.“ Da die materielle Welt durch die Sinne erfahren wird, gaukeln uns unsere Sinne von Natur aus diese Illusion des Getrenntseins vor. Und wenn das geschieht, vergessen wir ganz schnell unseren Ursprung, das heißt unsere Verbindung zur Quelle, zum Einssein und zur Ganzheit bzw. zur reinen Liebe.

 

Die Rolle von Stress bei der Entstehung von Dualität und Polarität

Wenn unsere Sinne durch die Stresshormone, geschärft werden, wird Getrenntsein – und/oder die Überzeugung, dies sei die einzige Welt bzw. Realität, die es gibt – unserem Glaubenssystem noch tiefer eingeprägt. Werden Stresshormone ausgeschüttet, weil wir eine potentielle Gefahr, Bedrohung im Außen oder etwas für den Körper potentiell Schädliches wahrnehmen, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf alles Materielle in dieser dreidimensionalen Realität (die aus dem Körper, allen Elementen in der äußeren Umgebung und zeitlichen Prognosen auf Basis unserer Erinnerungen an Vergangenes besteht). Dadurch engen wir unseren Fokus auf die Welt der Materie ein. Unsere Energie folgt ja unserer Aufmerksamkeit, und somit stecken wir nun unsere ganze Aufmerksamkeit und Energie in diese 3D-Realität und müssen uns den Regeln der Materie unterwerfen, versuchen, Materie zu verändern, um das zu kreieren, was wir uns wünschen, und das dauert seine Zeit.

Je mehr wir auf Basis dieser uns einschränkenden Emotionen leben – je mehr wir also die Vorstellung von Dualität und Polarität übernehmen und darin festsitzen – desto mehr Mangel und Getrenntsein erleben wir, also Gut und Böse, Richtig und Falsch, Vergangenheit und Zukunft, Liebe und Hass, Männlich und Weiblich etc. Je stärker wir uns diesem Dualitäts-Bewusstsein verschreiben, desto mehr sind wir Opfer unserer Emotionen. Diese Bewusstseinsebene wird von der Überzeugung gefördert, dass uns etwas passiert, nicht dass es für uns passiert.

Durch ersteres geben wir unsere Macht als Schöpfer unserer persönlichen Realität ab. Durch diese Vorstellung leben wir in Getrenntheit und Dualität und warten darauf, dass etwas im Außen unser inneres Gefühl von Mangel, Unvollständigkeit oder Getrenntsein beseitigt.

Letzteres dagegen vertritt die Position, dass jede Erfahrung für uns eine Möglichkeit darstellt, etwas zu lernen und uns weiterzuentwickeln, und wir dank des durch diese Erfahrung gewonnenen Wissens die Weisheit und Macht erlangen, eine neue Realität zu kreieren.

Verspüren wir den Wunsch, eine neue Realität zu erschaffen, müssen wir zunächst einmal unsere Energie auf eine höhere Ebene bringen, weg vom Getrenntsein hin zur Ganzheit und zum Einssein. Dazu müssen wir unsere Energie auf das vereinheitlichte Feld richten – unsere Aufmerksamkeit also von der Materie abziehen, unseren Fokus öffnen und in dieses unsichtbare Energiefeld lenken. Um das zu erreichen, müssen wir alle Assoziationen mit allem Bekannten und Materiellen in dieser 3D-Realität hinter uns lassen. Dieser generative, schöpferische Prozess, das Kreieren gehört geht mit der Fähigkeit einher, Gehirnkohärenz mit höheren herzzentrierten Emotionen zu verbinden.

Je mehr wir diese höheren Emotionen praktizieren und Herzkohärenz erzeugen, desto mehr werden sie zu einer Art des Seins, die unserem Körper innewohnt. Diese Gefühle dringen in jede Zelle unseres Wesens ein, wir erfahren ein Gefühl der Ganzheit – und das Feld, das von unserem Herzen ausgeht, erzeugt ein Gefühl der Verbundenheit mit etwas Größerem. Jetzt leben wir nicht mehr so sehr im Gefühl des Mangels und Getrenntseins, und dadurch tun wir den Schritt heraus aus der Dualität und Polarität und zurück zum Einssein und zur Quelle.

Unser Ursprung ist reine Liebe, aus der wir herabgestiegen sind; je mehr Ganzheit und Verbundenheit wir fühlen, desto weniger Mangel, Getrenntsein und Bedürfnisse verspüren wir, denn wir haben das Gefühl, das, was wir kreieren, hätten wir bereits.

Hier geht’s zu Teil II.