Ein sehr persönliches Interview mit Dr. Joe (Teil I) - Dr. Joe Dispenza
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„Ich sehe die Früchte meiner Bemühungen, und das ist nicht mehr meine Zukunft. Es ist meine Gegenwart. Es passiert jetzt und ich wache auf und mir wird bewusst, dass ich tatsächlich in dieser Zukunft lebe!“

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Interview geführt von Tim Shields

Du hast gesagt, der Workshop in Cancun war der bislang erfolgreichste Workshop überhaupt und dient als Vorbild für alle zukünftigen Workshops. Was war denn so außergewöhnlich daran?

Ich denk, das einwöchige Advanced Retreat in Cancun war für meine persönliche Reise und meine Karriere ein Knotenpunkt. Es war das fünfte einwöchige Advanced Retreat in diesem Jahr und bei all diesen Workshops haben wir Spuren hinterlassen und als Gemeinschaft Bewusstseins-Durchbrüche erreicht. Wie beim Rekordlauf von einer Meile in vier Minuten, der für andere den Weg geebnet hat, wie ein nach unten strömender Fluss haben immer mehr Menschen Zugang zu dieser neuen Bewusstseinsebene mit aller ihrer Magie gewonnen, und es finden dadurch direkt vor unseren Augen Heilungen, tiefe mystische Erfahrungen, intensive persönliche Durchbrüche und unmittelbare gesundheitliche Veränderungen auf physischer und geistiger Ebene statt.

Beim Workshop in Cancun waren 75 Prozent der Teilnehmer Studenten, die bereits vorher Advanced Workshops besucht hatten; dank des Bewusstseins der Gruppe war das Verlangen nach mehr, nach der nächsten Ebene groß. Auch die 25 Prozent, für die das der erste Advanced Workshop war und die vorher an einem Progressive Workshop teilgenommen oder einen Online-Kurs gemacht hatten, waren inspiriert, und so hatte ich die Chance, die Lehre weiterzuentwickeln. Als Gruppe kamen wir schneller voran als geplant, und so konnte ich neue Informationen und Meditationen vermitteln, die ich schon lange weitergeben wollte.

Im Laufe der Woche gaben wir unserer Gemeinschaft viele Gelegenheiten, sich mit dem Feld zu verbinden; die ganze Zeit übten sie, über sich hinauszuwachsen, ihre Aufmerksamkeit auf immer mehr Einssein und Ganzheit zu lenken. Und so erlebten sie immer mehr wie es ist, sich mit der Frequenz des Quantenfeldes zu verbinden, dessen Signatur das Einssein ist. Zu Beginn einer jeden Meditation stimmten wir uns ein auf die Energie des Mystischen, die Energie der Wunder, die Energie des Heilens, die Energie der Möglichkeiten, die Energie dieser Lebenskraft – dieses lebendigen Lebens in uns und um uns herum. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit auf diese Energie und bauten dadurch als Gruppe immer mehr Kohärenz auf, verfeinerten die Frequenz im Raum und ließen die Energie ansteigen. Es war wie wenn alle denselben Radiosender einstellten, wodurch sie nicht nur eine Energie mit mehr Ordnung erzeugten. Denn wenn man beständig seine Aufmerksamkeit auf etwas richtet, dehnt es sich aus, und so dehnte sich auch die Energie all dieser Möglichkeiten im Laufe der Woche aus; es stand immer mehr Energie zur Verfügung, denn die Aufmerksamkeit aller war genau darauf gerichtet.

Wenn ich den Teilnehmern sagte, sie sollten über sich hinausgehen, dann verstanden sie, was gemeint war. Jeden Tag praktizierten sie, zu einem Niemand ohne Körper im Nichts im Nirgendwo der Zeitlosigkeit zu werden. Es gelang ihnen immer besser, ihren Körper, ihre Umwelt und die Zeit zu überwinden. Bat ich sie, Hirn- und Herzkohärenz zu erzeugen, dann verstanden sie, warum sie das taten. Das Herz ist das Zentrum, aus dem heraus wir geben, es ist das Zentrum des Einsseins und der Ganzheit. Hier nimmt unsere Göttlichkeit ihren Anfang, von diesem Ort aus kreieren wir. Das Herz ist unsere Verbindung zum Feld.

Für mich war der große Moment gekommen, als das alles am Sonntagmorgen für die Zirbeldrüsen-Meditation zusammengeführt wurde. Die Teilnehmer verstanden, dass es nicht um Versuchen, Hoffen, Wünschen, Erzwingen oder Kontrolle ging; sie verstanden, was es hieß, sich einzulassen und hinzugeben. Niemand dachte Wie lang geht diese Meditation denn noch? oder Mein Rücken tut weh oder Mach ich das richtig? All das hatten sie vorher im Laufe der Woche hinter sich gelassen.

Wir stellten für sie auch physische Herausforderungen und Aktivitäten zusammen, damit sie verstanden, dass Hingabe einfach Loslassen und Vertrauen bedeutet. Ihre Erfahrung mit Hingabe und Vertrauen forderte sie heraus, ihre Ängste und Programmierungen hinter sich zu lassen – die Stimmen und Gedanken im Kopf und auch ihren Körper, der darauf konditioniert war, der Geist zu sein – und nach und nach erlebten immer mehr ihren Durchbruch. Sie ließen sich als Gruppe ganz natürlich auf die Liebe ein, anstatt sich unbewusst der Angst zu überlassen.

Als wir später an diesem Morgen dann zur Kohärenz-Heilung kamen, wussten die Teilnehmer, wie das ging. Sie hatten die Woche damit verbracht, diese Fertigkeiten zu entwickeln, und wie ein Sportler, der so viel trainiert hat, dass er nicht mehr darüber nachdenken muss, was er macht, wandten sie einfach all das Training und die harte Arbeit an. Zwischen dem Gedanken, einen anderen Menschen zu heilen, und der Weitergabe der heilenden Energiefrequenz gab es keine Trennung. Ja eigentlich gab es gar keinen Gedanken – die Teilnehmer hatten sich einfach eingekoppelt, und sie verbanden sich so mühelos und einfach, weil sie besser verstanden, was sie da machten und warum sie es taten. Ich war auf der Bühne und sah, wie so viele Menschen daran teilhatten; das war für mich ein wirklich wunderbarer Moment.

Bei dieser abschließenden Kohärenz-Heilungsmeditation legt eine Person sich hin, um geheilt zu werden, und acht Personen, die Heiler, stehen um sie herum. Als die Heiler aufstanden und darauf warteten, dass alle in den Raum kamen, und ich sagte Stimmt euch auf die Energie des Wundersamen ein, da sah ich bei allen die Lichter angehen. Sie wussten, wie sie sich auf diese Frequenz einstimmten konnten, weil sie sie schon die ganze Woche gespürt hatten. Als ich sagte, stimmt euch auf die Energie der Möglichkeiten ein, werdet zum Geist des Heilers und so weiter, das wussten sie, wie sie diese Energie fühlen und in den Körper bringen konnten. Und als schließlich der Moment gekommen war, das Herz zu öffnen und zu geben – und sie hatten sich die ganze Woche lang darin geübt, das Herz zu öffnen – da verstanden sie, warum das so wichtig war. Sie verstanden, warum sie über sich selbst hinausgehen, sich mit dem Feld verbinden und präsent bleiben mussten, denn sie hatten das die ganze Woche lang praktiziert.

Nach der Kohärenz-Meditation hörten wir Geschichten von Menschen, die von ihrer persönlichen Heilung von Depressionen, Krebs, Parkinson und anderen physischen Beschwerden wie chronischem Zittern erzählten – Beschwerden, für die die medizinische Wissenschaft keine Lösung hatte. Diese Menschen sind lebendige Beispiele der Wahrheit.

Das war der Knotenpunkt, an dem alles zusammenkam. Alle verstanden nun, worum es in dieser Woche ging. Für mich war das ein Moment großer Seligkeit, denn ich sah eine Gemeinschaft von Menschen, die auf einer tieferen Ebene wussten, was sie da machten. Und dann all das Feedback, das ich bekam, wenn ich zu meinem Zimmer oder ins Restaurant oder in den Konferenzraum ging – die Leute kamen auf mich zu und sagten: Ich habe die profundeste Woche meines Lebens erlebt, ich verstehe diese Atmungspraxis, ich verstehe wirklich, was es mit der Segnung der Energiezentren auf sich hat, ich verstehe, warum wir all das machen.

In dieser Woche hatten also viele Leute wirklich starke Erfahrungen. Ich möchte immer weiter gehen und immer mehr Magisches kreieren; auf dem Workshop in Cancun kamen all meine Bemühungen auf stimmige Weise zusammen. Wie ich erkannte, hatte sich das Verständnis dieser Arbeit vertieft, ebenso das Verständnis dahingehend, wie Menschen diese Informationen direkt in Gehirn und Körper integrieren. Und ich denke, das ist erst der Anfang.

Du hast in Cancun auch gesagt, du bist in deinem Traum aufgewacht. Was bedeutet das, wie sieht das aus und wie fühlt es sich an?

Der Workshop im September in Toronto steht unter dem Titel „In deiner Zukunft aufwachen“. Ich möchte das lehren, weil ich beharrlich und entschlossen diese Unterweisungen und meine Arbeit so rein und einfach wie möglich halten will und gleichzeitig anhand des wissenschaftlichen Modells persönliche Transformation und subjektive innere Erfahrungen messen und validieren und so den Prozess entmystifizieren möchte. Ich habe intensiv daran gearbeitet, eine Zukunft zu sehen, die meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen oder die Workshop-Teilnehmer und Teilnehmerinnen – ja vielleicht sogar die ganze Welt – nicht sehen konnten.

Ich aber habe diese Zukunft gesehen – eine Zukunft, in der die Menschen auf der Stelle geheilt werden und wissen, wie das geht. Ich habe mir eine Zukunft vorgestellt, in der die Menschen sich gegenseitig heilen, und zwar direkt vor unseren Augen und nicht nur eine steife Schulter, Nackenschmerzen, Verdauungsstörungen oder Lebensmittelallergien. Das haben wir ja schon zur Genüge gesehen. Ich habe eine Zukunft gesehen, in der die Menschen zu einem Workshop kommen und über längere Zeit meditieren können, ihren analytischen Geist bzw. Verstand ganz mühelos hinter sich lassen und höhere Aspekte ihres interdimensionalen Selbst erfahren. Ich habe eine Zukunft gesehen, in der das Mysterium des Selbst durch lebensverändernde und zutiefst berührende, mystische innere Erfahrungen offenbart wird. Ich habe eine Zukunft gesehen, in der neue Jobs, Beziehungen und Chancen während der einwöchigen Workshops kreiert wurden und sich das, als die Leute wieder nach Hause in ihr Leben zurückkehrten, in der dreidimensionalen Realität bereits manifestierte.

Und genau das passiert nun. Es gab Teilnehmer, die nicht sehen konnten und ihr Augenlicht wieder gewannen, andere, die taub waren und nun wieder hören – und das passiert nicht nur denjenigen, die sich im Heilkreis befinden. Oder jemand geht hinein, weil er Knieschmerzen hat und als Nebeneffekt kann er wieder hören, wenn er herauskommt. Bei manchen Leuten kam es durch die Energie zu unwillkürlichen Körperbewegungen. Und manche dieser Menschen waren gar nicht so sehr über ihre Heilung begeistert, sondern vielmehr über die tiefe Liebe, die sie spürten. Es kam sogar vor, dass im Laufe eines Workshops Tumore schrumpften oder ganz verschwanden. Wenn so etwas passiert, kann man nicht einfach so weiterleben wie bisher. Wenn man ein Wunder erlebt, kann man nicht einfach wie gewohnt weitermachen. Schließlich hat man doch den Beweis direkt vor Augen.

Bei den Gehmeditationen haben Leute ihre Krücken fallen lassen und sind aus dem Rollstuhl aufgestanden. Also das war mein Traum, von dem ich immer dachte, der wäre irgendwo in meiner Zukunft, und jetzt erkenne ich, dass er gerade jetzt stattfindet und eingetroffen ist. Das ist nicht mehr die Zukunft, sondern die Gegenwart. Und ich, Joe Dispenza – die Person auf ihrer Reise, die so leidenschaftlich daran gearbeitet hat, einige dieser Prinzipien in die Praxis umzusetzen – ich sehe die Früchte meiner Bemühungen, und das ist nicht mehr meine Zukunft. Es ist meine Gegenwart. Es passiert jetzt und ich wache auf und mir wird bewusst, dass ich tatsächlich in dieser Zukunft lebe!

Wann hast du diesen Traum das erste Mal geträumt, und wenn dieser Traum jetzt Wirklichkeit wird, was ist dein nächster Traum?

Nun ja, ich bin kein Philosoph. Und ich bin auch kein bloßer Theoretiker, der analysiert und sich über intellektuelle Informationen auslässt. So etwas ist, wie ich finde, gut, um Modelle zu entwickeln und Konzepte auf den Prüfstand zu stellen, damit man ein besseres Verständnis gewinnt. Ich mache das durchaus mit bestimmten Leuten, mit Kollegen und anderen Fachleuten. Aber ich bin eher praktisch veranlagt, und deshalb besteht meine wahre Leidenschaft darin herauszufinden, wie ich diese Lehren praktisch anwenden kann. Deshalb will ich eigentlich keine Vorträge mehr halten oder auf Konferenzen sprechen. Das ist alles sehr vorhersehbar und planbar und ich habe erkannt, dass Menschen, die kommen, um sich zu informieren, sich nicht verändern. Die Umsetzung in die Praxis im Rahmen solcher Veranstaltungen ist, wie ich herausgefunden habe, minimal.

Deshalb habe ich meine Workshops entwickelt, auf denen man wirklich erleben kann, wie wahr diese Philosophie ist. Die Teilnehmer verkörpern sie sozusagen, erleben sie auf körperlicher und emotionaler Ebene. Wie bei allen Fertigkeiten, die man sich aneignen kann, gibt es eine Formel, und es dauert ein bisschen, bis sie zu einer Gewohnheit führt oder zu einer Fertigkeit wird. Unsere Forschungen zeigen viele erstaunliche und auch nachhaltige Trends auf; wenn die Leute den Workshop verlassen und mit der Arbeit weitermachen, fühlen sie sich mit ihrer Zukunft verbunden. Sie wissen jetzt bestimmte Dinge über ihr Leben und betrachten es aus einer höheren Geisteshaltung, einer höheren Bewusstseinsebene heraus. Schon seit der Film What the Bleep herauskam, war das mein Traum, denn die Leute fragten mich immer wieder: Wie macht man das? Auf diese Frage wollte ich auch für mich selbst eine Antwort finden. Das wurde und ist nach wie vor meine Reise.

Und wohin geht es nun weiter?

Das hängt von unserer Fähigkeit ab zu erfahren, wie das aussieht. Wenn wir Menschen in Echtzeit heilen, dann fände ich es toll, wenn mindestens 50 Prozent derjenigen, die sich hingelegt haben – also die Heilung empfangen haben – aufstehen und physische gesundheitliche Veränderungen erleben. Wenn wir so weit sind, diese Fertigkeiten und Fähigkeiten entwickelt haben, wenn das so reproduzierbar ist, dann fände ich es toll, wenn die Mitglieder unserer Gemeinschaft mit Kinderkrankenhäusern zusammenarbeiten, krebskranke Kinder mit auf die Workshops bringen und sie heilen würden. Die unschuldigen Kinder verstehen nicht, warum sie krank sind, und ihre Eltern auch nicht. Aber bei Kindern ist der Schleier zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein sehr dünn. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Studenten diese süßen Kinder vom Krebs heilen. Doch wir müssen konsequent dabei bleiben und wir müssen dafür gerüstet sein. Dann studieren wir nicht mehr die Geschichte, sondern wir schreiben selbst Geschichte.

Ich glaube, es ist sehr gut möglich, dass wir das irgendwann so gut können, dass messbare Veränderungen auftreten und wir den Menschen auf verschiedenste Weise helfen können; dazu müssen wir sie nicht einmal berühren. Ich glaube, wir können so gut lernen, Ordnung und Kohärenz zu kreieren, dass wir physische, geistige und emotionale Störungen umkehren können. Und ich glaube auch, dass wir, wenn wir uns mit dem Feld verbinden und das Feld verändern, Materie verändern können. Das ist eine Fertigkeit, und ich glaube, dass immer mehr Menschen dann auch mystische Erfahrungen machen, immer mehr Menschen bei Gehmeditationen geheilt werden, immer mehr Menschen sich mit einer Zukunft verbinden und eine neue Zukunft erschaffen und dass diese Veränderungen im Leben der Menschen immer wundersamer werden und immer schneller eintreten.

Meine Vision ist also immer noch die gleich, ich will darin einfach nur wirklich gut werden – so gut, dass wir noch größere Fragen stellen oder noch größere Erfahrungen kreieren können.

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