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„Energie und Bewusstsein, Denken und Fühlen, Frequenzen und Informationen sind miteinander verbunden; deshalb können wir uns nur dann anderer neuer Möglichkeiten bewusst werden, wenn wir unsere energetische emotionale Verfassung verändern.“ – Dr. Joe Dispenza

Beim Meditieren gerate ich manchmal an die „Schicht“, wie ich das nenne: Du streckst die Hand aus, kreierst oder wünschst dir mit Intention diese neue Zukunft, dieses Geschehen oder diese Möglichkeit, aber dein Körper will womöglich nicht mehr mitmachen, dein Kopf ist ganz durcheinander vor lauter Aufgabenlisten, du steckst voller Zweifel und bist frustriert. Oder vielleicht stellt diese innere Stimme auch in Frage, ob deine Mühe wirklich etwas bringt. Diese Reise durch all diese Schichten, durch die Schleier hindurch, könnten wir auch als den Schritt ins Unbekannte bezeichnen. Wir machen mit all dem Unbehagen weiter, welches durch die Verunsicherung entsteht – brechen aus der uns vertrauten Biologie, den so wohl bekannten Nervenschaltkreisen, neurochemischen Substanzen, genetischen Veranlagungen und emotionalen Konditionierungen aus – wir wagen uns über das bekannte Ich hinaus, um einen Blick ins Unbekannte zu werfen. In gewissem Sinne fragen wir: „Wer bin ich?”

Diese Schichten zu durchdringen bedeutet, unser wahres Selbst aus unseren starren Routineprogrammen herauszuholen. Diese Reibungsmomente zu verstehen und zu bestimmen ist etwas ganz Entscheidendes, denn wenn wir uns über das uns Vertraute hinausbewegen – unabhängig davon, was passiert, wenn wir diesen Punkt hinter uns lassen – findet eine Art Befreiung von einer bestimmten Bewusstseins- bzw. Gewahrseinsebene statt. Das erfordert enorm viel Energie, denn der Körper will wieder zurück in seinen vertrauten Grundzustand; deshalb müssen wir nicht nur unsere Energie erhöhen, sondern diese erhöhte energetische Verfassung auch aufrechterhalten. Energie und Bewusstsein, Denken und Fühlen, Frequenzen und Informationen sind miteinander verbunden; deshalb können wir uns nur dann anderer neuer Möglichkeiten bewusst werden, wenn wir unsere energetische emotionale Verfassung verändern.

Viele Menschen, die an den Punkt kommen, an dem sie mit einer einschränkenden Überzeugung konfrontiert werden – auf neurologischer, emotionaler, neurochemischer und/oder genetischer Ebene – drehen um und versuchen gar nicht erst, über diesen Punkt hinauszugelangen. Doch Tatsache ist: Wenn sie diese unsichtbare Linie im Sand nicht überschreiten, wird sich in ihrem Leben nichts verändern. Genau diese Menschen fragen sich dann oft: Warum bin ich nicht geheilt worden? Warum hat sich mein Leben nicht verändert? Die Antwort: Weil sie sich den immateriellen Geist, diese immaterielle Energie bzw. Essenz nicht zunutze gemacht haben; dazu braucht es einen Willen, Aufmerksamkeit, Leidenschaft und Intensität, die größer sind als die Stimme, die sagt „es reicht“, und der Körper, der sagt „das schaff ich nicht“.

Unzählige Mal habe ich auf unseren einwöchigen Veranstaltungen gesehen, wie die Teilnehmer am Ende ihrer emotionalen „Fahnenstange“ ankamen. Sie sind dann kurz davor aufzugeben, aber stattdessen rufen sie diese immaterielle Essenz, diesen Geist bzw. diese Energie wach – diese grenzenlose Ressource, die schon immer da ist und nur darauf wartet, genutzt und gelenkt zu werden. Wenn jemand das macht, hat das nichts damit zu tun, wie gut diese Person in Form ist, wie jung sie ist, wie sie sich ernährt, wie viel Geld sie hat etc. Nichts davon zählt in diesem Moment. Vielmehr passiert etwas anderes: Diese Person entscheidet sich, es noch einmal zu versuchen, ein bisschen weiter zu gehen und die Kontrolle loszulassen – bzw. einfach ausgedrückt: Sie lässt sich ein und gibt sich hin.

In diesem entscheidenden Moment trifft dieser Mensch die Wahl, daran zu glauben, dass es da etwas anderes gibt – dass eine höhere Möglichkeit existiert – und verbindet sich willentlich und entschieden damit. Auf Basis all der Informationen, die dieser Mensch gelernt und angenommen hat, über die er nachgedacht hat und die er in einem Verständnismodell zusammengeführt hat, glaubt er an eine Möglichkeit, die größer ist als das Bekannte und Vertraute. Das ist ein großer Moment der Wahrheit für ihn, denn er trifft die bewusste Entscheidung, für etwas Neues und Anderes bereit zu sein.

Jedes Mal, wenn du einen weiteren Schleier des Unwissens oder der Einschränkung hinter dir lässt, wird die Stimme in deinem Kopf leiser und verliert an Kraft. Ich sage immer, die ersten 15 Minuten beim Meditieren sind wie auf der Autobahn an den wohlbekannten Ausfahrten vorbeizufahren – du kennst diese Orte in- und auswendig, weil du diese „Straße“ schon so oft entlanggefahren bist, um in tiefere Zustände zu gelangen. Doch dieses Mal steigst du nicht hier aus, denn du hast das schon so oft getan und weißt, da gibt’s nichts Neues. Das habe ich gemeint, als ich sagte, diese Schichten bzw. Widerstandsräume müssen genau bestimmt werden.

Je mehr du praktizierst, desto leichter fällt es dir, dir einen Weg hin zum Göttlichen bzw. Mystischen zu bahnen – das wird allerdings auch niemand für dich übernehmen, du musst es selbst tun. Wenn du es allerdings schaffst, die Programmierungen, Stimmen Veranlagungen, Emotionen, Aufregungen und Impulse, die dich dazu bringen, es sein zu lassen, abzuschalten, dann ist das für mich besser als jede Therapie, denn du triffst die bewusste Entscheidung, bestimmte Verbindungen zurückzuschneiden und den Körper daran zu hindern, negative Impulse bzw. Emotionen hochkommen zu lassen.

Viele Leute meinen, wenn sie mit dem Unbehagen oder dem Unbekannten konfrontiert werden, haben sie etwas falsch gemacht. Doch ich versichere dir, sie machen alles richtig. Sie ziehen daraus den Schluss, sie könnten nicht meditieren oder ihren Geist kontrollieren. In diesem Moment gerät ihr Geist oder Körper (der darauf konditioniert ist, der Geist zu sein) vielleicht tatsächlich außer Kontrolle wie ein bockender, ungezügelter Hengst – doch genau in diesem Moment beginnt die wahre Arbeit. Anfangs ist es mühsam, sich durch diese Schichten zu arbeiten und das bekannte Ich hinter sich zu lassen, doch das ist der Wandlungsprozess. Wenn du dich aus diesen Programmierungen löst – und in gewissem Sinne deine subjektive Erfahrung deiner selbst objektivierst – befreist du dich davon, denn solange du das Programm bist, bist du unbewusst.

Wenn du also meditierst und an den Punkt kommst, an dem du dich unwohl fühlst, dann denke daran: Genau so machst du es richtig! Es ist wichtig, an diese Grenzen zu geraten, denn in diesem Moment triffst du die Entscheidung, deine bekannte, vertraute, eingeschränkte Selbsterfahrung hin- bzw. aufzugeben und die Vorstellung eines neuen Ichs zu übernehmen. Wir überwinden solange (Schicht um Schicht), bis wir (zu unserem neuen Ich) werden.

Jetzt übernimmst du die Gewohnheit darin, mit weniger Einschränkungen ein neues Ich zu kreieren, und das ist die großartige Arbeit!