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„Wenn ich in meine Spielkiste trete, möchte ich so präsent sein und mich so auf den Prozess einlassen, dass Gedanke und Tun eins werden. Das ist der Moment, in dem wir eine neue Erfahrung machen.“ – Dr. Joe Dispenza

Obwohl Golf ein Wettkampfsport ist, trete ich jedes Mal, wenn ich den Golfplatz betrete, nicht gegen die anderen Leute in meiner Gruppe an, sondern gegen mich selbst. Für mich ist das eigentliche Golfspiel ein inneres Spiel. Wie meine ich das? Wenn ich Golf spiele, spiele ich sozusagen in zwei »Kisten«: meiner Denkkiste und meiner Spielkiste.

 

Die Denkkiste

In meiner Denkkiste bereite ich mich auf das Golfspiel vor. Dann trete ich zurück und überlege, wo sich der Ball auf der Spielbahn befindet. Dabei schaue ich auf den Pin auf dem Grün, schätze ab, wie weit draußen ich bin, und nehme die Neigung des Grüns zur Kenntnis. Wenn ich 130 Meter weit draußen bin, wähle ich vielleicht ein Eisen 7 oder 8. Ich überblicke die Landschaft und merke mir, wo sich die Bäume, die Seen oder die Sandfänge befinden. Vielleicht hebe ich auch ein paar Grashalme auf und werfe sie in die Luft, um zu sehen, aus welcher Richtung der Wind weht.

Damit beginnt mein mentaler Probelauf in meinem Kopf – ich gehe alle Einzelschritte durch, die ich zusammenbringen muss, um mich zu erinnern und meinen besten Schwung auszuführen. Ich überlege mir, wie ich den Ball schlagen werde, wie sich das Knacken anhört, wenn mein Schläger den Sweetspot des Balls trifft, wie flüssig und mühelos sich mein Schwung anfühlen wird, welche Flugbahn der Ball nehmen wird, wo er landen wird, wie er abprallt, wie weit vom Pin entfernt er sein wird und wie gut ich mich fühlen werde, wenn ich sehe, dass sich das alles tatsächlich auch in Wirklichkeit so abspielt. Noch in meiner Denkkiste, nehme ich ein paar Übungsschwünge vor, um meinen Körper einzubeziehen, damit meine Handlungen meiner Absicht entsprechen. Dann bewege ich mich in das Gefühl hinein, trete an den Ball heran und setze alles zusammen.

Dabei trete ich in meine Spielkiste.

 

Die Spielkiste

In der Spielkiste wird nicht gedacht. Ich habe die Arbeit getan, ich habe durch den Probelauf im Kopf mein Gehirn und meinen Körper vor der eigentlichen Erfahrung auf das Tun vorbereitet, und ich habe in meinem Geist die erforderlichen Informationen in eine Formel assimiliert, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen; all das hat in meiner Denkkiste seinen Anfang genommen. Da ich jetzt nicht mehr zu denken brauche, lasse ich einfach los und lasse meinen Körper die Arbeit tun.

Wenn wir uns in unserer Spielkiste befinden, haben wir uns bereits an alles erinnert, was wir wissen müssen, so dass kein Analysieren, Kritisieren oder Überdenken mehr nötig ist. Wir haben bereits entschieden, was wir tun werden, und so wird das „Stück“ einfach auf Basis des mentalen Probelaufs „aufgeführt“. Wenn es richtig gemacht wird, verschmelzen Gedanken und Handlung zu einer Einheit – Verhalten und Absicht sind aufeinander abgestimmt. In diesem Moment sind wir so mit diesem Abstimmen beschäftigt, das wir im Außen die Erfahrung schaffen, die wir ursprünglich innerlich kreiert hatten.

Genau diesen Prozess der „Denkkiste“ vs. „Spielkiste“ benutze ich in meinen Meditationen. In meiner Denkkiste überprüfe ich kurz vor Beginn meiner Meditation (egal, ob es sich um eine Meditation im Sitzen, Stehen oder Gehen handelt) im Kopf, warum ich diese Arbeit mache und was ich während der Meditation tun werde, wenn ich meine Spielkiste betrete. Wenn man das Warum und Was versteht, wird das Wie leichter.

Ich rekapituliere zudem, was ich in die jeweilige Sitzung einbringen möchte. Vielleicht möchte ich die Atempraxis verfeinern, um den Geist aus dem Körper herauszuziehen. Ich könnte mich auch fragen, warum ich diesen Atem praktiziere. Die Denkkiste sagt mir, es geht darum, mehr Energie in meinem Gehirn zu erzeugen, die Energie unerwünschter Emotionen, die in meinem Körper gespeichert sind, freizusetzen, kohärente Gamma-Hirnwellenmuster zu erzeugen, meine Zirbeldrüse für den luziden Moment zu aktivieren etc. Dann rekapituliere ich meine Technik und überlege, welche Art von Energie ich verwenden werde, wenn ich atme. Ich könnte mich auch fragen, welche Art von Leidenschaft oder Intensität ich in diese Sitzung einbringen möchte. Worauf möchte ich mich konzentrieren, um besser zu werden? Dann denke ich darüber nach, wie ich das machen werde – und ich lasse alle Schritte noch einmal Revue passieren, damit ich nicht darüber nachdenken muss, wenn ich mit meiner Meditation beginne. Wenn ich in meine Spielkiste trete, möchte ich so präsent sein und mich so auf den Prozess einlassen, dass Gedanke und Tun eins werden. Das ist der Moment, in dem wir eine neue Erfahrung machen.

In Teil 2 möchte ich dich gezielter darin coachen, wie du dies für dich selbst tun kannst, damit du aus deiner persönlichen Meditationspraxis bessere Ergebnisse und mehr Nutzen herausholen kannst.