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„Wahre Vergebung bedeutet, die emotionale Ladung und energetische Bindung an unsere schmerzliche Vergangenheit loszulassen, ganz egal was es ist. Zurück bleibt dann lediglich eine Erinnerung, und eine Erinnerung ohne emotionale Ladung wird als Weisheit bezeichnet.“ – Dr. Joe Dispenza

Wir alle haben im Leben Verrat, Trauma und schockierende Situationen erlebt, wurden manipuliert oder auf die ein oder andere Weise schlecht behandelt. Und wie wir ja alle wissen, erzeugen diese mit sehr schweren Emotionen geladenen Situationen sehr starke Eindrücke in unserer Biologie. Je stärker wir auf eine Person, ein Problem oder eine Erfahrung emotional reagieren, desto stärker werden wir dadurch innerlich verändert.

Geraten wir innerlich so in Aufruhr, schaltet sich unserer inneres Alarmsystem ein und wegen der sehr bedrohlichen oder schmerzlichen Situation friert das Gehirn sozusagen den Schnappschuss dieses äußeren Ereignisses ein, fängt einen Moment in der Zeit ein – einen Moment, der eigentlich nicht mehr existiert. Dabei wird das betreffende Ereignis den Gehirnnerven aufgeprägt. Man könnte auch sagen, das Ereignis hat sich unserer Biologie physisch eingeprägt. Das ist eine so genannte Langzeiterinnerung.

Durch diesen Schockzustand des Systems und die damit verbundenen starken Emotionen werden Stresshormone ausgeschüttet und wir gehen in den Überlebensmodus. Diese chemischen Substanzen (die Endprodukte von Emotionen) sind für uns sehr unangenehm, deshalb versuchen wir sie möglichst zu vermeiden. Ironischerweise führt gerade dieses Vermeiden-wollen dazu, dass wir die Erinnerung an das Ereignis immer wieder durchleben. Jetzt stecken wir in einer Gedanken- und Gefühlsschleife mit genau den Emotionen fest, die wir nicht fühlen wollen.

So nimmt der Konditionierungsprozess seinen Anfang: Wir erleben einen Gedanken und ein Gefühl, ein Bild und eine Emotion, einen Reiz und eine Reaktion darauf immer wieder – ein sich ständig wiederholender Prozess, bei dem nicht nur die Erinnerung im Gehirn aufgezeichnet wird, sondern auch der Körper auf die Emotion bzw. das Gefühl konditioniert wird. So verfällt der Körper auch den chemischen Anweisungen und wird unterbewusst darauf konditioniert, der Geist dieser Emotion zu sein. Jetzt lebt das Trauma nicht nur im Gehirn, sondern auch im Körper fort.

Der Körper ist total objektiv und kann nicht zwischen der tatsächlichen Erfahrung, die ursprünglich die Emotion erzeugt hat, und der Erinnerung im Gehirn, die die Emotion erzeugt, unterscheiden. Gedanken sind ja die Sprache des Gehirns und Gefühle die Sprache des Körpers; unser Denken und Fühlen macht unseren Seinszustand bzw. unsere Verfassung aus. Diese Verfassung wird fest vernetzt und emotional auf die Vergangenheit konditioniert.

Rufen wir uns immer wieder dieselbe Erinnerung ins Gedächtnis, aktivieren und vernetzen wir auch immer wieder dieselben neuronalen Schaltkreise im Gehirn (so dass sie das nächste Mal automatisch aktiviert werden), und das heißt, die Erinnerung an diese schmerzhafte Vergangenheit geht immer einfacher vor sich. Auch die damit zusammenhängenden Gefühle entstehen immer leichter, denn der Körper hat ja Tag für Tag immer wieder dieselben chemischen Stoffe und Hormone produziert. Emotionen wie Angst, Wut, Feindseligkeit, Enttäuschung, Schmerz oder Leiden entspringen den Stresshormonen und Überlebenssystemen, und deshalb weist das Gehirn den Körper an, sich auf das Ereignis einzustellen, falls es noch einmal eintreten sollte. Und was passiert dann wohl? Was kommt bei diesem entropischen Prozess wohl heraus?

Wie wir die Welt wahrnehmen baut auf dieser Erinnerung auf. Dadurch bleibt der Körper der Vergangenheit verhaftet. Oder anders gesagt: Wir sehen die Welt entsprechend der Geschichte, die wir uns selbst über unsere Vergangenheit erzählen.

Unsere Energie folgt unserer Aufmerksamkeit: Halten wir an einem Problem fest und bleiben mit unserer Aufmerksamkeit bei dem vergangenen Ereignis oder der Person, die unserem Gefühl nach für unseren Schmerz verantwortlich ist, lassen wir zu, dass diese Person bzw. dieses Ereignis uns sozusagen emotional als Geisel hält. Das heißt, wir überlassen unsere Energie, unsere Schöpferkraft, ja unsere Lebenskraft jemandem oder etwas im Außen – die Lebenskraft, mit der wir uns eine neue Zukunft aufbauen könnten, ein neues Schicksal, optimale Gesundheit, ja sogar eine mystische Erfahrung kreieren könnten. Da stellt sich doch die Frage: Wie viel unserer schöpferischen Energie ist dann noch übrig und verfügbar, um unser Leben oder unseren Körper zu verändern?

Die gute Nachricht lautet: Wenn du meditiert und du, anstatt dich auf diese unangenehmen Gefühle bzw. Emotionen einzulassen, deinen Körper zurück in die Sicherheit des gegenwärtigen Moments bringst, stellst du diese Emotionen und Gedanken sozusagen leiser, und dadurch sagst du dem Körper, dass er nicht mehr der emotionale Geist ist. Dein bewusster Wille ist jetzt der Geist. Jedes Mal, wenn du Widerstand leistest und deinen Körper zurück in den gegenwärtigen Moment bringst, wird Energie freigesetzt und eine Neukonditionierung in Gang gesetzt. Jedes Mal, wenn du so über dich hinauswächst, erringst du einen Sieg – und all diese Siege summieren sich.

Wenn du dich von den Gedanken und Emotionen der Vergangenheit losmachst und in den gegenwärtigen Moment zurückkehrst, löst du in gewissem Sinne die energetische Verhaftung an diese Person, das Problem oder die schmerzliche Erfahrung. Machst du das oft genug, wirst du nicht mehr von den damit verbundenen negativen Emotionen beherrscht, denn du hast ihnen deine Aufmerksamkeit entzogen. Du spürst diese Emotionen nicht mehr und damit hörst du auch von ganz allein auf, an sie zu denken. Das ist Vergebung.

Vergebung heißt also, auf eine höhere Bewusstseinsebene zu wechseln, wo wir nicht mehr von den Problemen unserer Vergangenheit „definiert“, also eingeschränkt werden. Du hast mit deinem bewussten Willen deinen Körper den Berg hochgeführt und vom Gipfel kannst du nun zurückblicken auf die Landschaften und Vorstellungswelten deines Geistes, die du durchquert hast, und so von einer neuen geistigen Ebene aus erkennen, welchen Wert und Nutzen die Lektion hatte, die du gelernt hast. Wahre Vergebung bedeutet also, die emotionale Ladung und energetische Bindung an unsere schmerzliche Vergangenheit loszulassen, ganz egal was es ist. Zurück bleibt dann lediglich eine Erinnerung, und eine Erinnerung ohne emotionale Ladung wird als Weisheit bezeichnet – genau darum geht es in der dreidimensionalen Realität. Jetzt bist du bereit, eine neue Zukunft zu kreieren.

Ich wünsche dir ein glückliches neues Jahr, in dem du der Vergangenheit vergibst und all diese frei gewordene Lebensenergie dazu nutzt, für dich, deine Familie, die Menschheit und Mutter Erde eine neue Zukunft zu kreieren. *

Dies ist die Zeit des Gebens und Vergebens.

* Anmerkung des Teams von Dr. Joe Dispenza Deutschland:

Dr. Joe hatte den englischsprachigen Blog-Artikel ursprünglich um den Jahreswechsel 2019/2020 geschrieben.