Beten verändert alles - Teil II - Dr. Joe Dispenza
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“Wenn wir uns dann schließlich hingeben können, öffnen wir uns der Erfüllung unseres Gebetes auf einer höheren Ebene, und dieses Resultat tritt dann sozusagen „in Verkleidung“ in unser Leben  – es kommt als eine Synchronizität, eine Chance, ein Zufall daher.“ – Dr. Joe Dispenza

In Teil I des Beitrags Beten verändert alles ging es darum, dass viele Menschen sich zwar die Intention ihre Gebetes zu eigen machen, aber nicht die damit einhergehenden Emotionen. Ich kann es gar nicht oft genug betonen: Die höheren Emotionen, die du verspürst, wenn du an die Erfüllung deines Gebetes denkst, sind für die Manifestation dieses Resultats unabdingbar. Traditionelle Gebete sind gewissermaßen eine Bitte, und genau das ist das Problem. Wer um etwas bittet, verspürt einen Mangel, denn er will ja etwas haben, und das heißt wiederum, genau das fehlt. Doch wenn du aufstehst, als hätte sich dein Gebet bereits erfüllt, bist du nicht mehr im Mangel, denn du fühlst die Emotionen deiner Zukunft jetzt im gegenwärtigen Moment.

Je stärker du also diese höheren Emotionen spürst – sei das nun Dankbarkeit oder Güte, Liebe, Freude, Inspiration, Ganzheit etc. – desto weniger fühlst du dich wie dein normales Alltagsselbst. Ein Leben in diesen höheren Gefühlen, im Gegensatz zu deinem normalen Alltagsselbst, sollte also eigentlich bedeuten, dass du im Unbekannten lebst.

Schaffst du es, diese höheren Gefühle unabhängig von deinen Gewohnheiten und den emotionalen Süchten deines Körpers aufrechtzuerhalten, dann hast du das Gefühl, dein Gebet sei bereits erhört worden. Dazu musst du diese aus dem Herzen kommenden Emotionen beibehalten, ganz egal wie deine Lebensumstände sind, die aus bestimmten Leuten, Dingen und Objekten zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten bestehen. Und das heißt auch, du musst präsent in diesem neuen Seinszustand verweilen, ohne deine Zukunft vorwegzunehmen, die unbewusst auf den Erinnerungen an deine Vergangenheit basiert. Gelingt es uns, diese Emotionen selbst zu regulieren, dann versuchen wir nicht mehr vorherzusehen, wann oder wo unsere Gebete erhört werden, denn wir haben das Gefühl, sie seien bereits erhört worden. Wir könnten also sagen, du musst die Emotion(en) vor der Erfahrung fühlen.

Wenn du das tust, gibst du auf einer Ebene das Wenn, Wo und Wie im Zusammenhang mit dem Erhören deiner Gebete hin, und da du nicht mehr versuchst, ein Ergebnis oder eine Lösung vorwegzunehmen oder zu erzwingen, bist du in einen Zustand des Vertrauens gelangt. Wie schaffst du es nun, eine gesunde Balance zwischen Gebet, Intention, Hingabe und Vertrauen zu finden?

Du kannst dir deine Intention wie ein Signal vorstellen, welches ausgesandt wird, und das dazugehörige höhere Gefühl ist die Energie, welche das Gewünschte zurück zu dir zieht. Deshalb musst du irgendwann loslassen und dich dem hingeben, wie sich das Resultat manifestieren wird – denn wenn du es vorhersehen kannst, ist es ja etwas Bekanntes. Wenn du es dagegen nicht vorhersehen kannst, befindest du dich im Unbekannten.

Deine Intention ist wie ein Stein, der in einen Teich geworfen wird. Die dadurch erzeugten Wellen sind das Signal. Doch die Sache ist die: Wir wissen nie, wie groß dieser Teich – das Unbekannte – ist, deshalb dauert es manchmal auch länger, bis dieses Signal das Ufer erreicht und von dort zu uns zurückgeworfen wird. Doch wir wissen ja: Die Welle entspricht dem universalen Gesetz für die Übertragung von Energie, und deshalb findet das Signal irgendwann zu uns zurück. Dazu müssen wir schwingungsmäßig auf die Energie der Emotion abgestimmt sein, aus der heraus wir unser Gebet kreiert haben.

Der zweite Teil der Hingabe liegt in dem transzendenten Moment, in dem wir loslassen und aus dem Weg gehen. Viele Menschen geben sich auf dieser Ebene erst hin, wenn sie „das Ende der Fahnenstange“ (also das Ende des Bekannten) erreicht haben und nicht mehr weiterkönnen. Doch sobald sie das tun, haben sie den Schritt ins Unbekannte getan. Aus dem Weg gehen heißt, über sich hinauszugehen, und das ist ein Akt des Vertrauens. Hast du Vertrauen auf dieser Ebene, dann sagst du dir: Ich weiß nicht, wie es passieren wird oder Ich habe alles gegeben, was ich habe, und jetzt lass ich einfach los. Durch diesen Prozess des Loslassens wird Platz geschaffen für etwas Größeres.

Viele Menschen beten zwar womöglich immer und immer wieder, manchmal sogar mehrere Male am Tag; doch ihrem Gebet liegt die Überzeugung zugrunde, sie müssten selbst etwas in Bewegung versetzen, sie selbst müssten agieren, damit ihre Gebete sich erfüllen. Das bringt viele Leute ans Ende ihrer emotionalen Überzeugung, und genau an diesem Punkt passiert es – wenn sie dabeibleiben, diese Grenze überschreiten und loslassen, geschieht das Wunder bzw. das Gebet wird erhört. Natürlich muss man manchmal auch etwas tun, doch der Punkt ist: Wenn wir uns schließlich hingeben und loslassen, übergeben wir an eine höhere Macht. Das ist die Kunst und an diesem Punkt geschieht Magisches.

Wenn wir uns dann schließlich hingeben können, öffnen wir uns der Erfüllung unseres Gebetes auf einer höheren Ebene, und dieses Resultat tritt dann sozusagen „in Verkleidung“ in unser Leben  – es kommt als eine Synchronizität, eine Chance, ein Zufall daher. Oft ist das, was dann passiert bzw. die Erhörung unseres Gebetes etwas Größeres als das, was wir uns vorgestellt hatten, oder vielleicht auch etwas, was wir uns mit unserem begrenzten menschlichen Geist gar nicht hätten vorstellen können. Sobald du aufhörst zu versuchen, es herauszufinden und zu verstehen, sobald du aufhörst, dir selbst eine Antwort auf deine Gebete zu geben, ist es dir egal, ob oder wann sich diese Antwort einstellt – denn du weißt, irgendwann wird sie sich einstellen. Im kreativen Prozess an diesem Punkt zu sein ist, wie ich meine, wirklich gesund, denn dies ist ultimative Hingabe.

Sich hingeben heißt so stark loslassen, dass du nicht mehr darauf wartest, dass dein Gebet erhört werden möge. Wenn du es loslässt, hast du keine Kontrolle mehr.

Also überleg einmal: Wie würdest du dein Leben leben, wenn du wüsstest, dass deine Gebete erhört würden? Genau so werden deine Gebete nämlich erhört. Das ist der Augenblick, in dem dein Leben zu deinem Gebet und dein Gebet zu deinem Leben wird.

>> Zu Teil I dieses Beitrags