Auf der Jagd nach dem Mystischen – ein praktischer Leitfaden - Dr. Joe Dispenza
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„Bei einer mystischen Erfahrung haben wir durch den Anstieg der Energie das Gefühl, mehr Frequenz und Energie und weniger Materie und Chemie zu sein.“ – Dr. Joe Dispenza

Es gib vier Bewusstseinsphasen: Wachsein, Schlaf, Träumen und das Transzendente. Der transzendentale Bewusstseinszustand wird oft mit mystischen Erfahrungen in Verbindung gebracht; und es ist das Mystische, das es uns ermöglicht, einen anderen Aspekt des Selbst zu erfahren. Anders ausgedrückt können wir sagen: Wir müssen das bekannte Selbst transzendieren, um einen anderen Aspekt unseres potenziellen unbekannten Selbst zu erfahren. Indem wir über das bekannte Selbst hinausgehen, kommt das Mysterium des Selbst dazu, und dieser Moment erweckt uns, so dass wir uns auf die Reise zurück zur Quelle begeben. Mit anderen Worten: In dir steckt mehr, als man auf mit bloßen Augen sieht.

Im Falle des Mystischen kommt die Erfahrung nicht aus einer äußeren, sondern aus einer inneren Welt. Wenn du eine mystische, transzendente Erfahrung hast, ist es, als ob deine Sinne erweitert seien, so dass du durch diese innere Erfahrung mehr wahrnimmst, wacher und bewusster wirst als durch jede Erfahrung in deiner wachen, dreidimensionalen Alltags-Realität – aber du wachst eben nicht in der 3D-Welt auf. Es ist eine andere ganze Welt jenseits der Sinne. Du hast sozusagen ein ausgewachsenes sensorisches Erlebnis ohne deine Sinne.

Vielleicht hast du mich schon einmal sagen hören: Je stärker du eine Emotion fühlst – je mehr sich also deine innere Verfassung verändert – desto mehr achtest du auf die Ursache dieser Veränderung im Außen. So entstehen Langzeiterinnerungen. Bei einer mystischen Erfahrung haben wir durch den Anstieg der Energie das Gefühl, mehr Frequenz und Energie und weniger Materie und Chemie zu sein. Durch diesen höheren Energiepegel in Form einer höheren Emotion, die innere Erfahrung, wird die ganze Aufmerksamkeit des Gehirns auf lebendige, luzide Bilder gelenkt, und die Energie, die unsere Aufmerksamkeit lenkt, formt auf neurologischer Ebene das Gehirn um.

Die höhere Emotion bzw. Energie, die wir aufgrund dieser inneren Erfahrung verspüren, konditioniert mit der Zeit den Körper auf einen neuen Geist bzw. bringt den Körper aus der Vergangenheit verstärkt in den gegenwärtigen Moment – und je stärker du dieses Gefühl von Ekstase, Energie, Liebe, Glückseligkeit oder wie immer du das nennen magst verspürst, desto mehr möchtest du im gegenwärtigen Moment sein. So kommt der Körper aus der Vergangenheit heraus, und deshalb werden so viele Menschen durch diese Arbeit geheilt.

Seit zehn Jahren bringen wir auf unseren Workshops weltweit den Teilnehmern bei, wie das geht. Und gleichzeitig haben wir durch entsprechende Forschungsarbeit die erzielten Ergebnisse untermauert und die Methodik, auf der diese beeindruckenden Ergebnisse beruhen, weiterentwickelt. Letztendlich lernen unsere Studenten, über sich selbst hinauszuwachsen und so zum eleganten gegenwärtigen Moment zu gelangen – dem Tor zum Mystischen.

Inzwischen ist der Dreamtime III Advanced Follow-up Workshop in Berlin vorbei, und auf Basis der dort gemachten Erfahrungen möchte ich ein paar einfache Schritte vorstellen, durch die man eine mystische Erfahrung machen kann. Dazu musst du dich für bestimmte Möglichkeiten entscheiden und dich darauf einlassen, um bestimmte Schritte ausführen zu können.

Frühmorgens aufstehen

Möchtest du eine mystische Erfahrung machen? Dann musst du früh aufstehen (am besten zwischen ein und vier Uhr morgens). Warum? Weil in dieser Zeit dein Gehirn chemisch auf das Mystische eingestimmt ist bzw. die Melatoninwerte am höchsten sind. In dieser Zeit sind auch die Gehirnwellen in einem optimalen Bereich. Zu diesem frühen Zeitpunkt schwingen sie beispielsweise verstärkt im Alpha- und Theta-Bereich und es fällt leichter, den Körper zu entspannen und diesen speziellen Gehirnwellenzustand zu erreichen. Hast du keine Lust, dich mitten in der Nacht aufwecken zu lassen bzw. deine Schlafgewohnheiten zu stören, dann wirst du diese Chane höchstwahrscheinlich verpassen.

Länger als normalerweise beim Meditieren sitzen

Bleibe, wenn du die Zirbeldrüsen-Meditation praktizierst, um den mystische Moment einzuleiten, länger als normalerweise sitzen. Das ist ganz wichtig, denn wenn du sitzenbleibst und über den Punkt hinausgehst, an dem dein Körper sich eigentlich hinlegen will, kann der Körper sich dann, wenn du dich schließlich hinlegst, noch tiefer darauf einlassen. In diesem Zustand der Entspannung und Zufriedenheit geht die Tür zum Mystischen auf – das ist sehr wichtig, denn wenn du in diesem Bereich zwischen Wachsein und Schlafen etwas bewirken willst, muss der Körper das Gefühl haben, er schlafe, aber der Geist muss wach sein. Beim Durchschreiten dieser kleinen Tür, dieses Portals, betrittst du erneut eine andere Welt. Du wirst dich deines Unterbewusstseins sehr bewusst.

Und noch etwas ist wichtig: Möchtest du wirklich eine tolle mystische Erfahrung machen, dann meditiere nicht im Bett, damit du nicht so leicht einschläfst. Wenn du dich hinlegst, ist ein Kissen oder eine Rolle unter den Knien hilfreich, damit du entspannt bist und dich wohl fühlst, ohne das Gefühl zu haben, im Bett zu liegen.

Den Wecker stellen, um aufzuwachen und die Träume aufzuzeichnen

Stell dir ab und zu einen Wecker, damit du beim Meditieren im Liegen deine Träume aufschreiben kannst – oder zumindest das, was zu noch erinnerst. Wenn du dich an deinen Traum erinnern kannst, dann lernst du buchstäblich, im Unterbewussten bewusst zu bleiben. Sobald du das tust, geht es in einem nächsten Schritt daran, den Traum noch einmal Revue passieren zu lassen. Wenn du das gut kannst, wird der Traum wieder lebendig und du bist bewusst wieder in der Traumwelt. Und wenn du deinen Traum bewusst erlebst, treten luzide Träume auf.

Die Atemübung praktizieren

  • Praktiziere die Atemübung, mit der du den Geist aus dem Körper ziehst (Atemübung vor der eigentlichen Meditation)

Diese Atemübung vor der Meditation dient dazu, den Geist aus dem Körper bzw. die Energie aus den ersten drei Energiezentren des Körpers zurück ins Gehirn zu ziehen.

Bei dieser Atemübung wird langsam und gleichmäßig eingeatmet und dabei werden gleichzeitig die intrinsischen Muskeln angespannt. Der Atem wird dabei bis hoch zur Zirbeldrüse verfolgt. Sobald du mit deiner Aufmerksamkeit das sechste Energiezentrum erreichst, hältst du den Atem an und ziehst diese Innenmuskulatur noch mehr zusammen. Dadurch drückst du die Rückenmarksflüssigkeit hoch und gegen die Kristalle in der Zirbeldrüse, wodurch bislang nicht aktive Systeme aktiviert werden und die Zirbeldrüse (die Drüse, die für die transzendente Erfahrung zuständig ist) elektrisch stimuliert wird. Dieser elektrische Strom bringt die Kristalle in der Zirbeldrüse zum Flirren, und durch das Schwingen dieser Kristalle können sie Frequenzen jenseits der Sinne aufnehmen. Die Zirbeldrüse wandelt diese Frequenzen daraufhin in profunde Bilder um. Wenn wir den Geist aus dem Körper zurück in Gehirn ziehen, kann das Gehirn in einen höheren Gammawellen-Zustand gelangen.

 (Eine genaue Beschreibung dazu ist in Kapitel 5 meines Buches   Seite 201 bis 205, zu finden)

  • Atemübung zur Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff praktizieren (Atemübung nach der Meditation)

Möchtest du an der Schwelle zum Unbewussten noch etwas länger verweilen? Dann kannst du eine Atemübung praktizieren, die wir auf unseren Advanced Workshops lehren. Dabei atmest du tief durch die Nase ein und stößt die Luft durch den Mund aus. Durch das Wiederholen dieser schnellen, leidenschaftlichen Atmung (pro Zyklus sieben bis zehn Mal und mit so vielen Wiederholung wie du möchtest) wird das Gehirn mit Sauerstoff angereichert; du verspürst einen leichten Schwindel und fühlst du euphorisch. Mit dieser Atemübung kannst du etwas länger im Alpha- und Theta-Zustand verweilen und langsam die Bewusstseinsleiter hinab in den Deltawellenzustand steigen. An diesem Punkt schläft der Körper ein, während der Geist wach bleibt.

Wenn du wirklich daran interessiert daran bist – und dich wirklich darauf einlässt – eine mystische Erfahrung zu haben, dann dauert es wahrscheinlich ein paar Wochen, bis du die Gewohnheiten eintrainiert hast, die es dir ermöglichen, wirklich so eine Erfahrung zu machen. Dazu musst du auch die Überzeugungen, an denen du hängst, verändern – beispielsweise „… dann bin ich tagsüber doch viel zu müde“ oder „… dann bekomme ich doch nicht genug Schlaf…“

Wenn die Tür zum Mystischen sich für dich öffnet, weil du jeden Morgen an diese Tür geklopft hast, wirst du sagen, was jeder in diesem Moment sagt: “Das war es wirklich wert.” Offenbart sich dir das Mysterium des Unbekannten, wirst du niemals wieder derselbe Mensch wie vorher sein. Und warum? Weil du einfach zu viel weißt. Du wirst schließlich verstehen, dass die einzige Möglichkeit, das Mystische zu erreichen, darin besteht, alles, was du kennst, hinter dir zu lassen  – so sehr hinter dir zu lassen, dass du tagtäglich über dein dir bekanntest Selbst hinauswachsen willst.